Blog


Sauberkeit 

Nun ist der letzte Monat der Achtzehnkeiten gekommen und immer wieder stellt mich diese Letzte vor eine Herausforderung, über die ich jetzt schon seit Längerem nachdenke. 

Unser Problem ist es ja nicht, dass es nicht sauber bei uns ist, wir es nicht lieber sauber mögen. Wie oft reinigen wir unsere Hände, duschen, baden, waschen Wäsche oder Geschirr, saugen Staub, wischen über den Tisch oder ein Regal. Aber das Putzen an sich mögen wir meistens nicht so, obwohl es zu unseren regelmäßigen Pflichten gehört. Wie oft putzt ihr eure Fenster, das Auto oder den Keller? Was hat das mit den hier anvisierten Tugenden zu tun? Und dann ist es auch noch die Finale..

Ich zerbreche mir jetzt schon zum dritten Mal bei der Durchführung dieses Programms den Kopf darüber und so richtig klar ist es mir immer noch nicht und vielleicht ist genau das der Sinn: wenn etwas sauber ist, sehen wir es klarer und der Weg dahin – die Reinigung – führt uns zur Klarheit? Bedachtsamkeit und Regelmäßigkeit sind wichtige Elemente für eine selbstverständliche Sauberkeit und da sind wir schon wieder am Anfang der Achtzehnkeiten und der Kreis schließt sich hier?

Sauberkeit hat aber auch etwas damit zu tun, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Je mehr wir haben, je mehr „herumsteht“, desto mehr haben wir sauber zu halten. Wieviele „unnütze“ Dinge hast du in deiner Wohnung/ Haus herumstehen? Hältst du diese wirklich regelmäßig sauber? 

Diese Dinge zu säubern lässt uns auch innehalten. Vielleicht ist einiges mit Erinnerungen behaftet, vielleicht erfüllt es einen anderen Zweck. Aber sich mit diesen Dingen immer wieder zu beschäftigen, klärt zumindest bei mir einiges. 

Und dabei kommt bei mir immer die Frage hoch, wie ich in meinem Alltag auch dies noch ständig bewältigen soll: dies alles wirklich sauber zu halten. Die Tage sind doch auch so oft zu voll..

Und so langsam bekomme ich eine Idee davon, wo mich die Sauberkeit hinführen will: klar zu entscheiden, was wirklich wichtig für mich ist und das dann auch tagtäglich zu pflegen. 

Keine halben Sachen halt!

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Wohltätigkeit 

Inzwischen sind es nur noch Nuancen, die die Achtzehnkeiten voneinander unterscheiden. Also stellt sich diesen Monat die Frage: was ist das Entscheidende daran, wohltätig zu sein. 

Für mich hat das natürlich nicht nur etwas mit Materiellem zu tun – es geht generell um das Geben und auch um das Annehmen. Zu beidem bereit zu sein, ist manchmal nicht so einfach wie es sich anhört. Tust du dem anderen gerne den Gefallen, um den er dich bittet? Kannst du das Kompliment wirklich annehmen und haderst nicht mehr mit dir selbst? Verzichtest du von Herzen auf etwas, was dein Gegenüber vielleicht einfach nur so möchte? Weißt du seinen Verzicht zu würdigen?

Geben und Nehmen völlig frei von Absichten, Emotionen und Schuldgefühlen: das ist die Herausforderung für den August!

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Großherzigkeit

„Großherzigkeit bedeutet für mich etwas zu tun oder auch zu lassen ganz ohne dabei zu bedenken, welchen Nutzen ich davon habe, sondern eher dabei im Blick zu haben, was dadurch für mein Umfeld entstehen kann.“

„Derjenige ist großherzig, der verzeihen kann.“ 

„Großherzig zu sein gelingt mir nicht immer. Wenn es gelingt, freue ich mich über mich selbst, weil ich damit ein Stück weit von mir selbst absehen kann.“

„Für mich ist Großherzigkeit, wenn einer von dem, was er hat, abgeben kann: Materielles, Zeit, Einsatz für Kinder. Einfach das, was er wegschenkt. Großherzig kann auch sein, wenn einer eine Meinung gelten lässt, die nicht seine ist, wo er sich Mühe gibt, zu verstehen, was der Andere gemeint haben könnte.“

„Wirklich großherzig zu sein heißt, Andere genauso zu lieben wie sich selbst.“

„Großherzigkeit bedeutet vor allem Vergebung.“

Diesen Monat habe ich einige meine Patienten gefragt, was Ihnen zu diesem Stichwort einfällt. So zeigt sich die ganze Bandbreite der Interpretationsmöglichkeiten und das ist es, worum es für mich geht: seine eigene zu finden, aber auch die der anderen zu sehen. Den Monat über darauf zu achten und vielleicht neue Sichtweisen kennen und wertschätzen zu lernen. Und es selbst zu praktizieren: vielleicht dem Anderen etwas zu verzeihen, wo wir sonst nachtragend gewesen wären. Jemanden etwas zu geben, wo wir vorher nicht so großzügig gewesen wären. Oder einfach selbstlos etwas zu tun. 

So können wir möglicherweise die Welt ein klein wenig besser machen. 

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Meditation 

Ich bin in letzter Zeit oft gefragt worden, was denn Meditation eigentlich genau sei und ich habe mich bisher immer geweigert, eine Antwort darauf zu geben. 

Ich bin nämlich der Meinung, dass dies jeder für sich selbst herausfinden sollte und jede Definition anders sein darf. Es gibt inzwischen so viel über Meditation zu lesen: Techniken, Wirkweise, Erfolge.. irgendwie ein Zeichen der Zeit. 

Und da ist mir bewusst geworden, dass hier für mich die Parallele zur Osteopathie ist und es daher auch nicht so überraschend ist, dass ich dabei gelandet bin: als ich vor 18 Jahren als Osteopathin angefangen habe, kannte dies noch kein Mensch in Deutschland und ich musste jedem Patienten erst einmal erklären, was Osteopathie überhaupt ist. Ich habe es jedes Mal anders erklärt und für jeden und auch für mich immer wieder eine individuelle Version gefunden, weil die Osteopathie einfach so Vieles ist und bewirkt und jeder sie für sich anders nutzen kann. Je nach Ausgangslage und Motivation.

Heute gibt es viele Beschreibungen und Definitionen und auch ich benutze meist nur einen knappen Satz – weil einfach die Behandlung für sich spricht und jeder Patient das an sich selbst erfahren kann. Die Menschen kommen, weil es nun bekannt ist und probieren es einfach aus. Das ist sehr schön und einer der besten Wege, mit der Osteopathie in Berührung zu kommen. 

Meditation macht für mich das mit dem Geist, was Osteopathie mit dem Körper macht. Sie ist in meinen Augen die perfekte Ergänzung und das ist dann auch schon fast eine Definition.

Aber halt nur fast..

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Menschlichkeit 

Wer sich jetzt seit 13 Monaten mit den Achtzehnkeiten auseinandersetzt, dem wird diese Tugend nicht mehr schwer fallen. Wir sehen den Anderen als ganzen Menschen und schauen nach dem Guten in ihm. Wenn wir wirklich bei uns bleiben, können wir auch unserem Gegenüber Offenheit und Respekt entgegenbringen. 

Werde in diesem Monat wieder ein Beobachter deiner selbst: wann praktiziere ich wirklich Menschlichkeit oder mache wieder nur „mein Ding“? Was ist es, was verhindert, dass ich den Anderen wirklich sehe?

Versuche vielleicht einmal, in jedem  Menschen, der dir begegnet, das Gute zu finden – besonders gerade dann, wenn du denjenigen nicht magst. Versuche dir zu überlegen, was dieser Mensch besonders gut macht und zeige ihm Anerkennung dafür. Wenn du ihn nicht kennst, denk dir einfach aus, was er vielleicht für Qualitäten haben könnte. Mache ein Spiel daraus! Du wirst sehen, wie entspannend das für dich ist: jedem positiv zu begegnen.
Menschlichkeit zu praktizieren.
Bei dir zu bleiben.

Genießt die Sonne!

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

CheckUp 

Heute möchte ich an dieser Stelle an unseren Neugeborenen-CheckUp am 20.05.17 erinnern.
Ich halte es wirklich für sehr wichtig, dass Babys direkt nach der Geburt auch osteopathisch untersucht werden. Selbst in den unproblematischsten Schwangerschaften und Geburten gibt es Phasen, wo die Beweglichkeit des Körpers beeinträchtigt werden kann und die Kleinen können dies leider nicht ausdrücken und von außen betrachtet fällt zuerst auch nichts auf. 

Als Osteopath finden meine geschulten Hände die kleinsten Beeinträchtigungen und können sanft und schnell alles lösen.
Oft kommen Eltern später zu mir, wenn die ersten Probleme auftauchen und dann ist es ungleich schwerer zu behandeln.
Aus diesem Grund ist dieser CheckUp eine Herzensangelegenheit für mich und ich freue mich über jeden, der ihn nutzt.
Einfach per Mail oder telefonisch für den Termin anmelden und wir melden uns ein paar Tage vorher mit der konkreten Uhrzeit, damit wir uns in Ruhe um die Kleinen kümmern können. Dafür müssen wir erst abwarten, wieviele sich für diesen Tag endgültig angemeldet haben.
Ansonsten: genießt die Sonne und den Frühling, der endlich wieder da ist!

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Redlichkeit

Redlichkeit bedeutet für mich tugendhaftes Verhalten. Für viele Menschen mag es sich altmodisch anhören, jedoch gehören für mich Tugenden zu meinem Leben. Für mich sind sie von Bedeutung und sind aktuell. Tugenden sind für mich Richtlinien, nicht nur eine Eingrenzung, wie man es deuten könnte. Sie helfen mir persönlich, mich zu definieren. Mein redliches Verhalten spiegelt meine  eigene Vorstellung von mir selbst nach aussen und stellt dar, was ich nach aussen hin sein möchte, wie ich mich definiere oder wie ich mich sehe und fühle. Ich möchte zuverlässig, ehrlich und  authentisch sein.

Vielleicht ist es auch der Versuch, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen? Es ist manchmal schwer,  mit sich selbst nicht zu hart ins Gericht zu gehen, wenn man sich an seine eigenen Vorsätze und Leitlinien nicht halten konnte, doch dafür sind diese Wegweiser auch nicht gedacht. 

Wir sind menschlich. Zur Menschlichkeit gehören Fehler und auch Vergebung; nicht nur dem Anderen, sondern auch sich selbst gegenüber. Das ist erfahrungsgemäß am schwierigsten…..also lasst uns üben!

Yvonne Möllhoff

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

25 Jahre Osteopathie 

Ein gutes Beispiel zum Thema Hartnäckigkeit ist bei mir die Osteopathie. Im April 1992 war ich selbst das erste Mal bei einem Osteopathen und seit dem hat mich dies nie wieder losgelassen. 

Damals galt meine ganze Leidenschaft dem Fechtsport und nach dem Gewinn der Junioren-WM sowie einem Jahr voller Erkrankungen danach wollte ich in der Olympiasaison wieder durchstarten. Leider machte mir mein Rücken einen Strich durch die Rechnung und ließ mich nach verschiedensten Diagnosen der Ärzte und zahlreichen Spritzen und Tabletten verzweifelt zurück. Aber ich hatte das Glück, bei einem Physiotherapeuten in Köln zu landen, der frisch mit der osteopathischen Ausbildung begonnen hatte und nach einigen Behandlungen meiner Nieren waren meine Schmerzen verschwunden. Diese anatomischen Zusammenhänge wie auch die intensive und harmonische Zusammenarbeit von Therapeut und Patient hat mich so fasziniert, dass die Osteopathie von da an ein fester Bestandteil meines Lebens geworden ist. 

Ich hoffe, es ergeht vielen unserer Patienten auch so und wünsche ansonsten allen ein frohes und entspanntes Osterfest!

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Hartnäckigkeit 

Diese Eigenschaft hilft uns, wenn wir auf unserem Weg ins Straucheln geraten. Es gibt immer wieder Phasen im Leben, wo wir eine Pause brauchen, die Lust oder den Sinn verlieren, ausbrechen wollen oder verzweifeln. In diesen Zeiten ist es wichtig, nicht aus den Augen zu verlieren, wo wir hin wollen – was wir sind und wer wir sein wollen. Daran sollten wir hartnäckig festhalten und diese Schwächephasen als normal hinnehmen. 

Genauso sehe ich es mit unserer Gesundheit: im Laufe des Lebens merkt man, was einem gut tut und was nicht. Ob ich viel oder wenig Schlaf brauche, besser früh oder spät ins Bett gehe, was ich an Essen oder Trinken vertrage oder besser meiden sollte. Ob ich mich schonen oder bewegen sollte, welcher Sport mir liegt, welche Therapie mir bei Erkrankung hilft oder welches die besten Medikamente für mich sind. 

Hier könnte man immer weiter aufzählen und im Laufe des Lebens kommt meist mehr hinzu.

Nur manchmal möchte ich halt nicht darauf achten. Ich möchte auch einmal unvernünftig sein und eben keine Rücksicht darauf nehmen. Manchmal kann ich vielleicht auch nicht anders. Auch dies ist wichtig. Es verschafft meinem Geist Freiheit. Ich werde wieder flexibler und entdecke eventuell etwas Neues – oder werde wieder bestätigt, dass es mir leider nicht gut tut. 

Ich ermutige meine Patienten immer, diese Ausnahmen bewusst zu genießen und als diese wahrzunehmen. Um dann wieder den Weg fortzusetzen. Hartnäckig und zielstrebig. 

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Zurückgeben

Wenn ich nach dem richtigen Maß suche, wird mir jedes Mal bewusst, wie gut es mir geht und wieviel mehr ich habe, als ich brauche. 

Daher freue ich mich umso mehr, dass wir jetzt etwas zurückgeben können. Ab April starten bei uns in der Praxis zwei Projekte, die mir schon lange am Herzen liegen und ich bin froh und stolz, dass es am 01.04.2017 losgeht.

Zum einen haben wir als Praxis seit der Flüchtlingskrise geschaut, wo wir angemessen helfen können und haben nun einen Kooperationspartner gefunden, der uns Patienten aus Syrien und Afghanistan vermittelt, die wir einmal im Monat behandeln. Ich bin sehr gespannt auf diese Zusammenarbeit und hoffe, dass sich auch noch mehr Kollegen beteiligen wie meine frühere Mitarbeiterin Karla Zaar-Roggenthin, die sogar den endgültigen Stein ins Rollen gebracht und den Kontakt vermittelt hat. Vielen Dank dafür!

Wir freuen uns auch über Patienten, die uns dabei unterstützen wollen – sei es mit Engagement oder Spenden für notwendige Medikamente o.ä. .

Meldet euch einfach in der Praxis per Mail oder Telefon. 

Und da kommen wir auch gleich zu dem anderen Projekt: ich behandele ja mit großer Begeisterung und aus tiefster Überzeugung Babys und finde, dass gerade dort so viele Probleme vermieden werden können, wenn man in gewissen Intervallen prophylaktisch nachschaut. Nun ist es in Deutschland leider nicht wie in anderen Ländern üblich, nach der Geburt zum Osteopathen zu gehen und viele Kinderärzte tun dies als neumodischen Schnickschnack ab. 

Daher bieten wir nun einmal im Monat einen kostenlosen Check Up für Neugeborene bei uns in der Praxis an – auch dies startet am 01.04.2017. 

Dies können alle nutzen, auch wenn sie noch nicht Patienten bei uns sind. Termine bitte vorher per Mail oder Anruf absprechen. Die Folgetermine stehen dann in Zukunft auf der Website unter der Kindersprechstunde. 

Ich hoffe, beide Angebote werden rege genutzt und freue mich über jeden, dem geholfen werden kann und der mithilft!

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Mäßigkeit

Wie perfekt geplant fällt diese 18 auf den Beginn der Fastenzeit – wann kann man sich besser mäßigen? Aber über das Fasten habe ich ja schon letztes Jahr geschrieben ( wer möchte, kann dies gerne noch einmal nachlesen und für dieses Jahr nutzen ) und es geht hier für mich auch nicht nur um Verzicht, sondern viel mehr um Annehmen und Demut. Wir wollen immer mehr, weil wir auch immer mehr sehen und hören, fühlen und erleben wollen. Dabei verlieren wir so schnell den Focus auf uns selbst. 

Mäßig zu sein, bedeutet für mich, wirklich das zu erkennen, was ich brauche und dabei dankbar zu sein, für das, was ich habe. Es ist frei von Begehren und Wünschen. 

Kluge Worte, aber wie komme ich dahin? 

Also ich schaffe das besser, wenn ich mir Zeit für mich nehme: beim ruhigen Spaziergang im Wald, einer bewussten Auszeit im Alltag oder natürlich bei der Meditation. Frei vom Tun und ganz im Sein. 

Dies alles hilft mir, wieder bei mir selbst anzukommen. Bei dir kann es aber auch etwas ganz anderes sein – schau dir einfach mal an, wann und wie du dich am besten auf dich selbst besinnen kannst. Vielleicht könntest du dich erst einmal jeden Abend fragen: wo ging es heute um mich? Und war das genug oder bräuchte ich noch mehr?

Es geht aber nicht darum, egoistisch zu sein, sondern eigentlich darum, zu erkennen, dass ich vielleicht gar nicht so viel brauche und nur ein Teil des Ganzen bin. Mich selbst nicht so wichtig zu nehmen. 

Und auch ein Stück weit zu akzeptieren, dass es gute und schlechte Tage gibt und dies einfach anzunehmen. Wahrnehmen und Loslassen. Maßvoll. 

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Was nicht passt …

… wird passend gemacht
Eines meiner Lieblingsmottos passt hier genauso in den Monat wie auch die Antwort auf die Fragen, die ich in letzter Zeit öfters gehört habe, ob man denn in die Achtzehnkeiten auch quer einsteigen kann. Natürlich kann man das – besser so, als gar nicht – und ich freue mich, je mehr Feedback ich bekomme. Allerdings glaube ich schon, dass die 18 verschiedenen Werte aufeinander aufbauen und sie in der vorgesehenen Reihenfolge zu machen eine ganz besondere Qualität mit sich bringt. Daher ein anderer Vorschlag von mir: jetzt von vorne anfangen mit den Einträgen von 2016 im Wochenrhythmus und dann seid ihr im April durch und könnt ab Mai in den Monatsrhythmus wechseln. 

Oder halt doch jetzt mitmachen und dann direkt wiederholen. Die Wiederholung ist sowieso das Beste. 

Wie ihr es auch macht, es passt bestimmt!

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Anpassungsfähigkeit

Als Frau Hein mich bat, über Anpassungsfähigkeit zu schreiben, ging mir erstmal durch den Kopf, was Anpassungsfähigkeit nicht ist. Wir Übersetzer neigen nämlich dazu, einen Begriff von allen Seiten zu beleuchten, Definitionen zu suchen, gleiche und gegensätzliche Bedeutungen abzuklopfen und uns vor allem den Kontext anzusehen, um auch keine Nuance zu übersehen.

Auf meiner Kontra-Seite steht also: die Vorstellungen anderer erfüllen zu wollen und sich dafür selbst zu verbiegen. Seinen Körper zu bekämpfen, weil man einem Schönheitsideal nachläuft, obwohl man es auf gesundem Weg nicht erreichen kann. Mit dem Strom zu schwimmen und keine eigene Meinung zu haben. Oder aus falsch verstandener Rücksichtnahme gegenüber Andersgläubigen eigene Sitten und Traditionen abzulegen.

Möglicherweise ist Anpassungsfähigkeit für jeden etwas anderes. Durch die Erfahrungen, die jeder von uns gemacht hat, und unsere jeweiligen Lebensumstände. Bestimmt fallen Ihnen noch weitere Bedeutungen ein.

Für mich besteht sie in erster Linie darin, das Leben mit seinen Höhen und Tiefen anzunehmen. Neues unvoreingenommen auszuprobieren. Nicht zu verzweifeln, sondern einen Plan B zu haben, wenn sich ein Lebenstraum nicht zu erfüllen scheint. Aber genauso Glück und Freude zuzulassen, wenn es einem nach schweren Zeiten wieder gut geht, und nicht mit Vergangenem zu hadern. Sich bei all dem aber gleichzeitig immer treu zu bleiben. Ich glaube daran, dass wir es zu einem großen Teil selber in der Hand haben, ob wir uns als Opfer der Umstände fühlen, stolz auf uns sind, dass wir eine schwierige Situation mehr oder weniger unbeschadet überstanden haben, oder sie sogar als Chance begreifen, etwas zu ändern.

Daneben ist Anpassungsfähigkeit aber auch der Respekt vor den Sitten eines Landes, in dem man zu Gast ist. Für mich als Sprachmittler ist die Sprache dabei natürlich der Dreh- und Angelpunkt, der die andere Kultur erschließt und gegenseitiges Verstehen ermöglicht, egal, ob als Ausländer in Deutschland oder als Deutscher im Ausland. Frei nach dem Werbe-Slogan eines großen schwedischen Möbelhauses wohnt man sonst nur, lebt aber nicht.

Und schließlich ist sie noch die Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse eines anderen, das Schließen von Kompromissen. Gerade erlebe ich die für mich schönste Form der Anpassung. Ich muss meinen Alltag, der bisher der durchgetaktete Arbeitstag einer Freiberuflerin war, an den Rhythmus meines kleinen Sohnes anpassen und mich an eine neue Langsamkeit gewöhnen.

Anpassungsfähigkeit ist für mich eng mit Resilienz, Akzeptanz, Neugier und Aufgeschlossen­heit, Respekt und Rücksichtnahme verbunden. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine herrlich angepasste gute Zeit!

Herzlichst
Gabriele Klein

www.uebersetzungen-klein.de

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Leichtigkeit und Kreativität

1701161-PC042326-001Nicht-Erregbarkeit, Gleichmut, aus der Mitte geworfen und sie wieder finden. Was erregt mich oder was regt mich auf? Das alles geht mir spontan durch den Sinn zu Nicolas Stichwort: Nicht-Erregbarkeit.
Was es auch ist, ich freue mich, wenn es gelingt, all diese Gefühlszustände in mir wahrzunehmen und sie zu akzeptieren. Und dann bin ich gespannt, wo sie hinführen.
Das Auf und Ab im Leben bleibt. Gleichzeitig lohnt ein Blick auf die alltäglichen wie besonderen Situationen, der einem die Sicht für eine leichtere Art des Vorgehens öffnet.
Es ist möglich, sich Gedanken zu erlauben, die aus den immer gleichen, sich schwer anfühlenden Mustern herausbefördern. Mit Leichtigkeit und Kreativität im Boot bedeutet dies, andere Wege einschlagen als bisher.

T a g e s s e m i n a r 
Leichtigkeit & Kreativität in meinem Leben
Sa. 28. Januar 2017, Bonn
Zeitraum: 09:30 h – 18:00 h
Ort: Bonn, Kürfürstenstr. 40
Anmeldung: telefonisch oder über:verandiaye@web.de

In diesem Tagesseminar ist Raum und Unterstützung für die Entdeckung und Umsetzung von Träumen und Anliegen.

Freude am spielerischen Ausdruck ist in diesem Seminar ein wertvolles Element. Damit sind innere Gefühle und Bilder mühelos im Äußeren sichtbar und gehen in weitere Veränderungsprozesse.

Herzliche Grüße von
Vera NDiaye
Heilpraktikerin Psychotherapie
Körperorientierte Psychotherapie
Supervision – Coaching – Mediation
Festnetz 0228/854 66 339
E-Mail verandiaye@web.de
Website www.energie-bewegen.de

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

Nicht-Erregbarkeit

img_3046170101Frohes Neues Jahr!
Und es startet für mich auf den zweiten Blick passend mit einer schwierigen Tugend: Nicht-Erregbarkeit.
Warum nicht gleich Gelassenheit habe ich mich gefragt? Nur weil die kein -keit am Ende hat?
Nein, es geht um mehr, nämlich um Kontrolle. Es geht darum, die Dinge wahrzunehmen, die stressig, nervig, unerfreulich und doch meist nicht vermeidbar sind. Der volle Supermarkt am Wochenende, der Stau am Morgen auf dem Weg zur Arbeit, der nervige Elternabend im Kindergarten, der langweilige Geburtstag vom Opa… ich denke, jedem fallen genug Gegebenheiten ein.
Wenn wir uns vorher bewusst sind, was uns erwartet und was uns daran stresst, können wir mit mehr Kraft und Verständnis an diese Dinge heran gehen und haben den Schlüssel für unsere Gefühle mehr in der Hand. Warum muss ich von etwas Unausweichlichem genervt sein? Vielleicht finde ich so etwas positives an der Situation? Lässt sich das vielleicht auch auf Größeres übertragen?
Die Nicht-Erregbarkeit gibt uns einen neuen Blickwinkel auf vieles in unserem Leben und schenkt uns dadurch mehr Ruhe und Gelassenheit. So wird ein Schuh draus.
Vielleicht gar kein schlechter Vorsatz für das Neue Jahr…

Eure Nicola Hein

.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.:.

-> hier geht es zu den Blog-Einträgen aus dem Jahr 2016