Alle Jahre wieder

Eigentlich bietet sich jetzt wieder eines meiner Lieblingsthemen an: wie kann ich in dieser Zeit bei mir selbst bleiben und mich dem ganzen Stress und der Hektik entziehen? Eigentlich sollte diese Zeit besinnlich und voll Vorfreude sein und wir die ganzen Feiern, Weihnachtsmärkte und Plätzchen backen genießen. 

Aber ich möchte stattdessen wie angekündigt über einen meiner Lieblingstipps schreiben und eurem Körper eine Möglichkeit zur Regeneration anbieten: basische Bäder! 

Wer mich kennt, ist bestimmt schon einmal persönlich dazu aufgefordert worden, dies auszuprobieren, denn das ist eines der Dinge, die ich selbst schon seit inzwischen 20 Jahren praktiziere und empfehle. Ihr könnt dazu im Internet ganz viel finden und probiert ruhig verschiedene Varianten aus; sei es, was Basenbäder oder die Zeit in der Badewanne angeht. Fast jeder meiner Patienten oder Freunde hat seine für ihn passende Version gefunden. Hier empfehle ich euch die „Lightversion“, die für den Anfang meiner Meinung nach am besten geeignet ist und bei der man natürlich auch gerne bleiben kann. Dafür einfach im Drogeriemarkt oder wo auch immer Kaisernatron besorgen, drei Esslöffel oder Tütchen in eine volle, individuell heiße Badewanne und so lange wie möglich darin bleiben. Kerzen, ein Buch oder die Lieblingsmusik helfen dabei. So macht man sich keinen Stress, hat kaum Kosten und schaut erst einmal, wie es gefällt. Zweimal die Woche sollte es schon sein, damit man auch etwas davon spürt. Leider ist unser pH-Wert gerade in stressigen Zeiten voll ungesunder Ernährung und Infekten nie so, wie er sein sollte und auch bei chronischen Schmerzen gibt es zum basischen Baden spannende Studien. Nebenbei wird die Haut supergut und die Ruhe und Entspannung in der Badewanne tut ihr Eigenes … sofern wir uns darauf einlassen. 

Der Dezember mit seinem dunklen, langen Abenden lädt dazu ein und so ist es an euch, euch etwas Gutes zu tun!

Eure Nicola Hein

Vorbereitet sein

Der Herbst ist für mich die perfekte Vorbereitung auf den Winter: kein Tag ist wie der andere, alles verändert sich, bunt und schön, mild oder auch stürmisch – im Guten wie im Schlechten. Wenn wir lernen, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und aus allem das Beste zu machen, kann uns auch nichts erschüttern. 

Gesundheitlich ist jetzt die Gelegenheit, vorzubeugen. Für den Oktober hatte ich eine Ausleitungskur empfohlen, um Altlasten loszuwerden. Nun sollten wir für die kalte Jahreszeit die Speicher auffüllen: hier bietet sich die orhomolekulare Therapie, die Nährstoffe subsumiert genauso an wie eine Eigenblutbehandlung, die das Immunsystem auf Trab bringt. 

Hierbei wird das eigene Blut intravenös entnommen, nach Bedarf gezielt mit pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln angereichert und intramuskulär wieder injiziert. Kein großer Zeit- und Kostenaufwand, aber mit großer Wirkung: die Injektion wirkt wie eine Impfung und unser Abwehrsystem stärkt sich gegen alles, bis derzeit vielleicht in unserem Körper nicht rund läuft – auch besonders effektiv bei allergischen oder rheumaähnlichen Geschehen. 

Fragt bei Interesse euren Hausarzt, Heilpraktiker oder auch uns danach. Es ist immer hilfreich, sich um sich selbst zu kümmern!

Eure Nicola Hein

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(Hermann Hesse)

Meine Empfehlung für diesen Monat: nutzt den Herbst zum Ausleiten von Schadstoffen. Es gibt viele naturheilkundliche Firmen, die pflanzliche, spagyrische oder homöopathische Entgiftungskuren anbieten. Ich arbeite schon sehr lange mit diesen Kuren und schätze vor allem die unproblematische Anwendung und die langfristige Wirkung. Unsere Ausscheidungsorgane werden angeregt, die Lymphe unterstützt und das Immunsystem kann sich wieder vorrangig auf das konzentrieren, wofür es da ist: uns vor Krankheiten schützen. Vor dem Start in die kalte Jahreszeit ist dies entscheidend, um nicht jeden Infekt mitzunehmen. 

Kümmert euch um euch selbst!
Eure Nicola Hein

Neuanfang

18 Monate sind nun vergangen, in denen ich mich mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Werten beschäftigt habe – da schreit es nach einem Fazit. 

Für mich war dies eine sehr intensive Zeit, die ich genutzt habe, bei mir selbst hinzuschauen, aufzuräumen und neue Schwerpunkte zu setzen. Was ist wirklich wichtig im Leben, notwendig und was liegt mir am Herzen.

Ich glaube, wir alle brauchen das in unserem Leben, weil sich sonst einfach zu viel anhäuft, was unsere Kraft und Aufmerksamkeit kostet und uns den Atem und unsere Energie raubt. Meistens nehmen wir es gar nicht wahr, weil der Alltag zu voll ist und wir vieles ja auch unter „positiv“ abgespeichert haben – ob wir es wirklich so empfinden, hinterfragen wir gar nicht mehr. Ich merke tagtäglich in meiner Praxis wie privat, dass viele Menschen in ihrem Hamsterrad immer weiter laufen, weil sie nicht anders können oder wollen. Sie bringen die gesundheitlichen Probleme, die sie erfahren, nicht damit in Zusammenhang oder nehmen den Druck, den sie verspüren als unabänderbar hin. Es ist ja auch sonst ein Schritt aus der Komfortzone hinaus, ein Verlassen des sicheren Terrains. Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug.. nur wer sagt es einem, wann es zu spät ist?

Ich werde diese 18 Aspekte des Lebens auch weiterhin integrieren, insofern sie nicht schon eh Bestandteil meines Lebens sind und auch immer mal wieder hier darüber berichten. Aber der Focus wird demnächst wieder mehr auf Osteopathie, der Naturheilkunde und allen „Gesundheitstipps“ darum herum liegen, was sich viele gewünscht haben. Ich bin offen für Vorschläge; sprecht mich gerne in der Praxis an oder schreibt. 

Vorerst wünsche ich uns allen einen wundervollen Herbst. Für mich die schönste Jahreszeit in ihrer Farbenpracht und der Veränderung, die die Natur erfährt. 

Nutzen wir dies für einen Neuanfang!

„Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fange es an.
In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Eure Nicola Hein

Sauberkeit

Nun ist der letzte Monat der Achtzehnkeiten gekommen und immer wieder stellt mich diese Letzte vor eine Herausforderung, über die ich jetzt schon seit Längerem nachdenke. 

Unser Problem ist es ja nicht, dass es nicht sauber bei uns ist, wir es nicht lieber sauber mögen. Wie oft reinigen wir unsere Hände, duschen, baden, waschen Wäsche oder Geschirr, saugen Staub, wischen über den Tisch oder ein Regal. Aber das Putzen an sich mögen wir meistens nicht so, obwohl es zu unseren regelmäßigen Pflichten gehört. Wie oft putzt ihr eure Fenster, das Auto oder den Keller? Was hat das mit den hier anvisierten Tugenden zu tun? Und dann ist es auch noch die Finale..

Ich zerbreche mir jetzt schon zum dritten Mal bei der Durchführung dieses Programms den Kopf darüber und so richtig klar ist es mir immer noch nicht und vielleicht ist genau das der Sinn: wenn etwas sauber ist, sehen wir es klarer und der Weg dahin – die Reinigung – führt uns zur Klarheit? Bedachtsamkeit und Regelmäßigkeit sind wichtige Elemente für eine selbstverständliche Sauberkeit und da sind wir schon wieder am Anfang der Achtzehnkeiten und der Kreis schließt sich hier?

Sauberkeit hat aber auch etwas damit zu tun, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Je mehr wir haben, je mehr „herumsteht“, desto mehr haben wir sauber zu halten. Wieviele „unnütze“ Dinge hast du in deiner Wohnung/ Haus herumstehen? Hältst du diese wirklich regelmäßig sauber? 

Diese Dinge zu säubern lässt uns auch innehalten. Vielleicht ist einiges mit Erinnerungen behaftet, vielleicht erfüllt es einen anderen Zweck. Aber sich mit diesen Dingen immer wieder zu beschäftigen, klärt zumindest bei mir einiges. 

Und dabei kommt bei mir immer die Frage hoch, wie ich in meinem Alltag auch dies noch ständig bewältigen soll: dies alles wirklich sauber zu halten. Die Tage sind doch auch so oft zu voll..

Und so langsam bekomme ich eine Idee davon, wo mich die Sauberkeit hinführen will: klar zu entscheiden, was wirklich wichtig für mich ist und das dann auch tagtäglich zu pflegen. 

Keine halben Sachen halt!

Eure Nicola Hein

Wohltätigkeit

Inzwischen sind es nur noch Nuancen, die die Achtzehnkeiten voneinander unterscheiden. Also stellt sich diesen Monat die Frage: was ist das Entscheidende daran, wohltätig zu sein. 

Für mich hat das natürlich nicht nur etwas mit Materiellem zu tun – es geht generell um das Geben und auch um das Annehmen. Zu beidem bereit zu sein, ist manchmal nicht so einfach wie es sich anhört. Tust du dem anderen gerne den Gefallen, um den er dich bittet? Kannst du das Kompliment wirklich annehmen und haderst nicht mehr mit dir selbst? Verzichtest du von Herzen auf etwas, was dein Gegenüber vielleicht einfach nur so möchte? Weißt du seinen Verzicht zu würdigen?

Geben und Nehmen völlig frei von Absichten, Emotionen und Schuldgefühlen: das ist die Herausforderung für den August!

Eure Nicola Hein

Großherzigkeit

„Großherzigkeit bedeutet für mich etwas zu tun oder auch zu lassen ganz ohne dabei zu bedenken, welchen Nutzen ich davon habe, sondern eher dabei im Blick zu haben, was dadurch für mein Umfeld entstehen kann.“

„Derjenige ist großherzig, der verzeihen kann.“ 

„Großherzig zu sein gelingt mir nicht immer. Wenn es gelingt, freue ich mich über mich selbst, weil ich damit ein Stück weit von mir selbst absehen kann.“

„Für mich ist Großherzigkeit, wenn einer von dem, was er hat, abgeben kann: Materielles, Zeit, Einsatz für Kinder. Einfach das, was er wegschenkt. Großherzig kann auch sein, wenn einer eine Meinung gelten lässt, die nicht seine ist, wo er sich Mühe gibt, zu verstehen, was der Andere gemeint haben könnte.“

„Wirklich großherzig zu sein heißt, Andere genauso zu lieben wie sich selbst.“

„Großherzigkeit bedeutet vor allem Vergebung.“

Diesen Monat habe ich einige meine Patienten gefragt, was Ihnen zu diesem Stichwort einfällt. So zeigt sich die ganze Bandbreite der Interpretationsmöglichkeiten und das ist es, worum es für mich geht: seine eigene zu finden, aber auch die der anderen zu sehen. Den Monat über darauf zu achten und vielleicht neue Sichtweisen kennen und wertschätzen zu lernen. Und es selbst zu praktizieren: vielleicht dem Anderen etwas zu verzeihen, wo wir sonst nachtragend gewesen wären. Jemanden etwas zu geben, wo wir vorher nicht so großzügig gewesen wären. Oder einfach selbstlos etwas zu tun. 

So können wir möglicherweise die Welt ein klein wenig besser machen. 

Eure Nicola Hein

Meditation

Ich bin in letzter Zeit oft gefragt worden, was denn Meditation eigentlich genau sei und ich habe mich bisher immer geweigert, eine Antwort darauf zu geben. 

Ich bin nämlich der Meinung, dass dies jeder für sich selbst herausfinden sollte und jede Definition anders sein darf. Es gibt inzwischen so viel über Meditation zu lesen: Techniken, Wirkweise, Erfolge.. irgendwie ein Zeichen der Zeit. 

Und da ist mir bewusst geworden, dass hier für mich die Parallele zur Osteopathie ist und es daher auch nicht so überraschend ist, dass ich dabei gelandet bin: als ich vor 18 Jahren als Osteopathin angefangen habe, kannte dies noch kein Mensch in Deutschland und ich musste jedem Patienten erst einmal erklären, was Osteopathie überhaupt ist. Ich habe es jedes Mal anders erklärt und für jeden und auch für mich immer wieder eine individuelle Version gefunden, weil die Osteopathie einfach so Vieles ist und bewirkt und jeder sie für sich anders nutzen kann. Je nach Ausgangslage und Motivation.

Heute gibt es viele Beschreibungen und Definitionen und auch ich benutze meist nur einen knappen Satz – weil einfach die Behandlung für sich spricht und jeder Patient das an sich selbst erfahren kann. Die Menschen kommen, weil es nun bekannt ist und probieren es einfach aus. Das ist sehr schön und einer der besten Wege, mit der Osteopathie in Berührung zu kommen. 

Meditation macht für mich das mit dem Geist, was Osteopathie mit dem Körper macht. Sie ist in meinen Augen die perfekte Ergänzung und das ist dann auch schon fast eine Definition.

Aber halt nur fast..

Eure Nicola Hein

Menschlichkeit

Wer sich jetzt seit 13 Monaten mit den Achtzehnkeiten auseinandersetzt, dem wird diese Tugend nicht mehr schwer fallen. Wir sehen den Anderen als ganzen Menschen und schauen nach dem Guten in ihm. Wenn wir wirklich bei uns bleiben, können wir auch unserem Gegenüber Offenheit und Respekt entgegenbringen. 

Werde in diesem Monat wieder ein Beobachter deiner selbst: wann praktiziere ich wirklich Menschlichkeit oder mache wieder nur „mein Ding“? Was ist es, was verhindert, dass ich den Anderen wirklich sehe?

Versuche vielleicht einmal, in jedem  Menschen, der dir begegnet, das Gute zu finden – besonders gerade dann, wenn du denjenigen nicht magst. Versuche dir zu überlegen, was dieser Mensch besonders gut macht und zeige ihm Anerkennung dafür. Wenn du ihn nicht kennst, denk dir einfach aus, was er vielleicht für Qualitäten haben könnte. Mache ein Spiel daraus! Du wirst sehen, wie entspannend das für dich ist: jedem positiv zu begegnen.
Menschlichkeit zu praktizieren.
Bei dir zu bleiben.

Genießt die Sonne!

Eure Nicola Hein

CheckUp

Heute möchte ich an dieser Stelle an unseren Neugeborenen-CheckUp am 20.05.17 erinnern.
Ich halte es wirklich für sehr wichtig, dass Babys direkt nach der Geburt auch osteopathisch untersucht werden. Selbst in den unproblematischsten Schwangerschaften und Geburten gibt es Phasen, wo die Beweglichkeit des Körpers beeinträchtigt werden kann und die Kleinen können dies leider nicht ausdrücken und von außen betrachtet fällt zuerst auch nichts auf. 

Als Osteopath finden meine geschulten Hände die kleinsten Beeinträchtigungen und können sanft und schnell alles lösen.
Oft kommen Eltern später zu mir, wenn die ersten Probleme auftauchen und dann ist es ungleich schwerer zu behandeln.
Aus diesem Grund ist dieser CheckUp eine Herzensangelegenheit für mich und ich freue mich über jeden, der ihn nutzt.
Einfach per Mail oder telefonisch für den Termin anmelden und wir melden uns ein paar Tage vorher mit der konkreten Uhrzeit, damit wir uns in Ruhe um die Kleinen kümmern können. Dafür müssen wir erst abwarten, wieviele sich für diesen Tag endgültig angemeldet haben.
Ansonsten: genießt die Sonne und den Frühling, der endlich wieder da ist!

Eure Nicola Hein