Blog: Baby-CheckUp

Nach einem Jahr CheckUp möchte ich gerne ein kurzes Resümee ziehen: ich freue mich sehr, dass unser Angebot so zahlreich genutzt wird. Die Idee, ehrenamtlich Säuglinge nach der Geburt zu untersuchen, war ja spontan im Zusammenhang mit unserem Flüchtlingsprojekt entstanden (welches übrigens derzeit stockt, weil sich diesbezüglich Kontakte zu knüpfen schwieriger herausgestellt hat, als wir dachten). Und außer über unseren Flyer, der hin und wieder heraus gegeben wird, haben wir keinerlei Werbung dafür gemacht, da wir ja erst einmal schauen wollten, wie dieses Angebot ankommt und wir es auch abdecken können. Desto positiver ist es, dass wir regelmäßig Anfragen haben und es uns einmal im Monat möglich ist, samstags ganz in Ruhe ohne den üblichen Praxistrubel die Kleinen ausgiebig zu untersuchen und den Eltern beratend zur Seite zu stehen – vor allem auch durch die tatkräftige Unterstützung meiner Kollegin Leila Stöhr, der ich hier besonders danken möchte. Es ist auch schön zu sehen, dass es viele Babys gibt, die die Geburt und alles, was davor war,„heil“ überstehen und unsere Untersuchung geradezu genießen. Hier ist es dann mehr die Aufgabe, den Eltern den ein oder anderen Tipp mit nach Hause zu geben. Bei den anderen Fällen hilft oft schon die eine Behandlung.
Ich wünsche mir in Zukunft weiter so einen regen Zulauf, weiter so viele nette und offene Gespräche mit den Eltern, immer mehr entspannte Kinder und dass sich an dem Gesundheitsbewußtsein aller mehr ändert, damit viele Beschwerden der Kleinen im Vorfeld vermieden werden können.

Einen guten Start in den Mai und alles Beste
Eure Nicola Hein

Richtig sitzen – geht das überhaupt?

Diesen Monat „recycle“ ich aus Zeitgründen einen Artikel, den ich letztes Jahr für die Internetseite einer Patientin geschrieben hatte, der aber auch hier interessant sein sollte. Viel Freude damit:
Als Frau Klein mich bat, etwas für Ihren Blog über das richtige Sitzen zu schreiben, war ich ganz begeistert, weil dies eines meiner Lieblingsthemen ist, über das ich mit meinen im sitzen arbeitenden Patienten immer rede. Wir Osteopathen behandeln manuell alles im Körper, was sich nicht richtig bewegt, aber was nützt es, die Mechanik des Körpers zu verbessern, wenn diese durch schlechte Angewohnheiten im Alltag wieder beeinträchtigt wird.
Für mich gehört zu einer Behandlung auch die Eigenverantwortung des Patienten dazu und so betrachten wir dann auch seinen Arbeitsplatz.
Niemand sitzt wirklich symmetrisch. Allein deshalb, weil wir Rechts- oder Linkshänder sind. Es fängt damit an, dass wir oft ein Bein über das andere schlagen – meist passend zu unserer Beckenschiefstellung. Meist wird nur empfohlen, dies zu unterlassen, aber ich finde, dann das Bein zu wechseln ist ein viel besseres Gegentraining. Also: wenn Sie das nächste Mal das rechte Bein über das Linke legen und das merken, nehmen Sie dann das Linke nach oben – oder halt umgekehrt.
Fühlt sich erst komisch an und nicht sehr bequem, aber dabei geht es bei einem Training ja auch nicht.
Ansonsten ist es aus meiner Sicht wichtig, dass die Füße wirklich gerade und entspannt auf dem Boden stehen. Nicht auf dem Vorfuß und auch nicht auf den Rollen des Stuhls. So arbeiten Sie wenigstens etwas der Verkürzung der Beinmuskulatur entgegen, wobei tägliches aktives Dehnen bestimmt noch effektiver wäre. Und der Fuß gewöhnt sich hier keine Fehlhaltung an, was er Ihnen später einmal danken wird.
Ein ordentlicher Stuhl ist natürlich sowieso Pflicht, aber da beraten Sie die Menschen, die diese verkaufen, garantiert besser und Sie sollten selbst herausfinden, welches der für Sie richtige Stuhl ist.
Von mir gibt es da nur noch einen letzten Tipp, der mehr Ihren Arbeitstisch betrifft (der natürlich auch in der Höhe passend sein und optimaler Weise auch als Hochtisch nutzbar sein sollte..). Stellen Sie Ihren Computerbildschirm möglichst gerade vor sich, dass Sie nicht immer zu einer Seite auf diesen schauen müssen. Wenn Sie Unterlagen haben, die Sie abtippen oder beim Tippen lesen müssen, legen Sie diese im Wechsel links oder rechts neben Ihre Tastatur. Es gibt eine Verschaltung der Augenbewegung mit der Nackenmuskulatur, so dass, selbst wenn Sie den Kopf gerade halten, die eine Seite der Muskulatur verspannt und damit Beschwerden vorprogrammiert sind. Auch hier ist der Schlüssel wieder die Symmetrie. Sie können dies auch auf alle anderen Verhaltensweisen an Ihrem Arbeitsplatz übertragen.
Manchmal reicht es auch einfach bewusst wahrzunehmen: was mache ich da gerade?
Und damit komme ich zu der abschließenden Frage: kann ich überhaupt richtig sitzen?

Sicher ist Sitzen keine „gesunde“ Körperhaltung, aber wenn ich es mit Verstand, Achtsamkeit und dem richtigen Maß mache, geht das schon!

Eure Nicola Hein

Premiere

Der Begriff der „Premiere“ schwirrt wohl Nicola und mir gleichermaßen durch den Kopf, wenn wir an den 20.1.2018 denken. Und dabei geht es nicht um den roten Teppich, Blitzlichtgewitter und nach außen getragenen Jubel, sondern vielmehr um Yogamatten, Stille und unseren Blick nach innen. Kurzum: es geht um unseren ersten Workshop zum Thema „Yin Yoga und Meditation“, der vierstündig in kleiner Gruppe in Nicolas Praxisräumen stattgefunden hat. Doch was heißt „Yin Yoga und Meditation“ eigentlich?

Yin Yoga ist eine passive, aber dennoch intensive Praxis, in der Übungen ohne bzw. mit wenig muskulärer Anspannung gehalten werden. Dabei wird der Fluss in den Energiebahnen (Meridianen) aktiviert, ausgleichende und stärkende Ruhe macht sich breit.

Wir starteten also mit einer kurzen ersten Meditation, gefolgt von einer beruhigenden Atemübung (Pranayama) und einer Folge an Yin Yoga-Haltungen, die je vier Minuten gehalten wurden und so schöne Namen trugen wie „Schmetterling“, „Libelle“ oder „Frosch“. Dabei geht es beim Yin Yoga nicht um „die“ richtige und korrekte Haltung, sondern darum, eine Position zu finden, in die man sich sinken lassen und in der man eben einige Minuten, möglicherweise mit einem angenehmen (!) Dehnungsreiz, verweilen kann. Dabei helfen die Haltungen Verklebungen und Verkürzungen in den faszialen Strukturen zu lösen und das Gewebe geschmeidiger zu machen. Darüber hinaus wird der Parasympathikus (ein Teil des vegetativen Nervensystems) durch die ruhigen Haltungen aktiviert, Ruhe und Entspannung stellen sich ein. Genau die richtige Vorbereitung auf die dann nach einer Pause folgende 90-minütige Meditation.

Wer jetzt jedoch einen Schreck bekommt, der sei beruhigt: drei 20-minütige Sitzeinheiten (bequem und auf einer Unterlage nach Wahl) wechselten sich mit drei 10-minütigen Geheinheiten ab. Dabei war die einzige „Aufgabe“ zu beobachten, was mit den eigenen Gedanken passierte und „zu sehen, wie die Dinge wirklich sind“, ganz in der Tradition des Vipassana (buddhistische Meditation). Während sicherlich viele aus der Sitzmeditation das Problem kennen, dass sich der Geist (auch gerne „Affengeist“ genannt) nicht so einfach beruhigen lässt, stellte die Gehmeditation uns vor andere Herausforderungen: was heißt eigentlich langsam gehen? Und wie langsam ist langsam? Und welche, auch körperlichen, Empfindungen nehme ich wahr?

Nach einer weiteren Pause ging es dann in die zweite Yin Yoga Praxis mit abschließendem Savasana (dem yogischen Totenschlaf). Sehr ruhig und konzentriert, gleichzeitig aber auch froh über die körperlichen Bewegungen nach der Meditation, gingen die TeilnehmerInnen ans Werk; um abschließend festzustellen, dass die vier Stunden im Flug vergangen waren, man für Yin Yoga vorher noch kein Yoga gemacht haben musste und letztendlich dann doch auch die Tagesform darüber entscheidet, ob sich das Äffchen im Geiste von Ast zu Ast hangelt oder es vielleicht doch mal einen eher ruhigen Tag hat und uns bei unserer Innenschau in Frieden lässt.

Egal ob mit oder ohne Äffchen, wir gingen alle ruhig und zufrieden abends nach Hause. Und Nicola und ich freuen uns schon auf unseren nächsten Workshop!

Eure Josefine Wagner, josiesglutopia.blogspot.de

Ein frohes Neues!

Ich wünsche allen von Herzen ein friedliches, gesundes und mitreißendes Neues Jahr. In diesen Zeiten ist es einerseits wichtig, bei sich zu bleiben, sich etwas Gutes zu tun und sich selbst bewusst zu werden. Andererseits ist es aber auch nach meiner Meinung genau der richtige Zeitpunkt, sich inspirieren zu lassen: wo geht die Reise in diesem Jahr hin?

Die meisten Menschen schätzen ja Ihren Alltagstrott und sind doch mehr oder weniger zufrieden mit dem, was sie haben. Daher gibt es zum Neujahr zwar immer wieder gute Vorsätze, aber so richtig ändern will man eigentlich nichts. Muss man ja auch nicht. Man kann sich auch nur bewusst werden, was wirklich funktioniert und vielleicht reicht ein wenig mehr Achtsamkeit auf diese Dinge. Auch wenn Achtsamkeit inzwischen ein fast schon abgegriffener Begriff ist, so ist es doch der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit und das ist es doch, was alle wollen? Gelassenheit gibt es noch gratis dazu. 

Daher mein Praxistipp fürs 2018: fangt an zu meditieren. Probiert verschiedene Meditation aus – das Internet ist voll davon. Oder setzt euch einfach jeden Tag 10 Minuten hin. Ihr müsst nichts tun; nur beobachten, was für Gedanken kommen und diese wieder ziehen lassen, bis dann vielleicht nichts mehr kommt..

Anfangs wird es euch nicht spektakulär vorkommen, aber wenn ihr dran bleibt, werdet ihr merken, wie sich etwas verändert. Und ich bin sicher, es wird euch gefallen!

„Und plötzlich weißt du: es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“
(Meister Eckhardt)

Eure Nicola Hein

Alle Jahre wieder

Eigentlich bietet sich jetzt wieder eines meiner Lieblingsthemen an: wie kann ich in dieser Zeit bei mir selbst bleiben und mich dem ganzen Stress und der Hektik entziehen? Eigentlich sollte diese Zeit besinnlich und voll Vorfreude sein und wir die ganzen Feiern, Weihnachtsmärkte und Plätzchen backen genießen. 

Aber ich möchte stattdessen wie angekündigt über einen meiner Lieblingstipps schreiben und eurem Körper eine Möglichkeit zur Regeneration anbieten: basische Bäder! 

Wer mich kennt, ist bestimmt schon einmal persönlich dazu aufgefordert worden, dies auszuprobieren, denn das ist eines der Dinge, die ich selbst schon seit inzwischen 20 Jahren praktiziere und empfehle. Ihr könnt dazu im Internet ganz viel finden und probiert ruhig verschiedene Varianten aus; sei es, was Basenbäder oder die Zeit in der Badewanne angeht. Fast jeder meiner Patienten oder Freunde hat seine für ihn passende Version gefunden. Hier empfehle ich euch die „Lightversion“, die für den Anfang meiner Meinung nach am besten geeignet ist und bei der man natürlich auch gerne bleiben kann. Dafür einfach im Drogeriemarkt oder wo auch immer Kaisernatron besorgen, drei Esslöffel oder Tütchen in eine volle, individuell heiße Badewanne und so lange wie möglich darin bleiben. Kerzen, ein Buch oder die Lieblingsmusik helfen dabei. So macht man sich keinen Stress, hat kaum Kosten und schaut erst einmal, wie es gefällt. Zweimal die Woche sollte es schon sein, damit man auch etwas davon spürt. Leider ist unser pH-Wert gerade in stressigen Zeiten voll ungesunder Ernährung und Infekten nie so, wie er sein sollte und auch bei chronischen Schmerzen gibt es zum basischen Baden spannende Studien. Nebenbei wird die Haut supergut und die Ruhe und Entspannung in der Badewanne tut ihr Eigenes … sofern wir uns darauf einlassen. 

Der Dezember mit seinem dunklen, langen Abenden lädt dazu ein und so ist es an euch, euch etwas Gutes zu tun!

Eure Nicola Hein

Vorbereitet sein

Der Herbst ist für mich die perfekte Vorbereitung auf den Winter: kein Tag ist wie der andere, alles verändert sich, bunt und schön, mild oder auch stürmisch – im Guten wie im Schlechten. Wenn wir lernen, die Dinge so zu nehmen, wie sie sind und aus allem das Beste zu machen, kann uns auch nichts erschüttern. 

Gesundheitlich ist jetzt die Gelegenheit, vorzubeugen. Für den Oktober hatte ich eine Ausleitungskur empfohlen, um Altlasten loszuwerden. Nun sollten wir für die kalte Jahreszeit die Speicher auffüllen: hier bietet sich die orhomolekulare Therapie, die Nährstoffe subsumiert genauso an wie eine Eigenblutbehandlung, die das Immunsystem auf Trab bringt. 

Hierbei wird das eigene Blut intravenös entnommen, nach Bedarf gezielt mit pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln angereichert und intramuskulär wieder injiziert. Kein großer Zeit- und Kostenaufwand, aber mit großer Wirkung: die Injektion wirkt wie eine Impfung und unser Abwehrsystem stärkt sich gegen alles, bis derzeit vielleicht in unserem Körper nicht rund läuft – auch besonders effektiv bei allergischen oder rheumaähnlichen Geschehen. 

Fragt bei Interesse euren Hausarzt, Heilpraktiker oder auch uns danach. Es ist immer hilfreich, sich um sich selbst zu kümmern!

Eure Nicola Hein

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten, an keinem wie an einer Heimat hängen, der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen, er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen, nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise, mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde uns neuen Räumen jung entgegensenden, des Lebens Ruf an uns wird niemals enden …
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(Hermann Hesse)

Meine Empfehlung für diesen Monat: nutzt den Herbst zum Ausleiten von Schadstoffen. Es gibt viele naturheilkundliche Firmen, die pflanzliche, spagyrische oder homöopathische Entgiftungskuren anbieten. Ich arbeite schon sehr lange mit diesen Kuren und schätze vor allem die unproblematische Anwendung und die langfristige Wirkung. Unsere Ausscheidungsorgane werden angeregt, die Lymphe unterstützt und das Immunsystem kann sich wieder vorrangig auf das konzentrieren, wofür es da ist: uns vor Krankheiten schützen. Vor dem Start in die kalte Jahreszeit ist dies entscheidend, um nicht jeden Infekt mitzunehmen. 

Kümmert euch um euch selbst!
Eure Nicola Hein

Neuanfang

18 Monate sind nun vergangen, in denen ich mich mit den unterschiedlichsten Eigenschaften und Werten beschäftigt habe – da schreit es nach einem Fazit. 

Für mich war dies eine sehr intensive Zeit, die ich genutzt habe, bei mir selbst hinzuschauen, aufzuräumen und neue Schwerpunkte zu setzen. Was ist wirklich wichtig im Leben, notwendig und was liegt mir am Herzen.

Ich glaube, wir alle brauchen das in unserem Leben, weil sich sonst einfach zu viel anhäuft, was unsere Kraft und Aufmerksamkeit kostet und uns den Atem und unsere Energie raubt. Meistens nehmen wir es gar nicht wahr, weil der Alltag zu voll ist und wir vieles ja auch unter „positiv“ abgespeichert haben – ob wir es wirklich so empfinden, hinterfragen wir gar nicht mehr. Ich merke tagtäglich in meiner Praxis wie privat, dass viele Menschen in ihrem Hamsterrad immer weiter laufen, weil sie nicht anders können oder wollen. Sie bringen die gesundheitlichen Probleme, die sie erfahren, nicht damit in Zusammenhang oder nehmen den Druck, den sie verspüren als unabänderbar hin. Es ist ja auch sonst ein Schritt aus der Komfortzone hinaus, ein Verlassen des sicheren Terrains. Der Leidensdruck ist noch nicht groß genug.. nur wer sagt es einem, wann es zu spät ist?

Ich werde diese 18 Aspekte des Lebens auch weiterhin integrieren, insofern sie nicht schon eh Bestandteil meines Lebens sind und auch immer mal wieder hier darüber berichten. Aber der Focus wird demnächst wieder mehr auf Osteopathie, der Naturheilkunde und allen „Gesundheitstipps“ darum herum liegen, was sich viele gewünscht haben. Ich bin offen für Vorschläge; sprecht mich gerne in der Praxis an oder schreibt. 

Vorerst wünsche ich uns allen einen wundervollen Herbst. Für mich die schönste Jahreszeit in ihrer Farbenpracht und der Veränderung, die die Natur erfährt. 

Nutzen wir dies für einen Neuanfang!

„Was immer du tun kannst oder wovon du träumst – fange es an.
In der Kühnheit liegt Genie, Macht und Magie.“
(Johann Wolfgang von Goethe)

Eure Nicola Hein

Sauberkeit

Nun ist der letzte Monat der Achtzehnkeiten gekommen und immer wieder stellt mich diese Letzte vor eine Herausforderung, über die ich jetzt schon seit Längerem nachdenke. 

Unser Problem ist es ja nicht, dass es nicht sauber bei uns ist, wir es nicht lieber sauber mögen. Wie oft reinigen wir unsere Hände, duschen, baden, waschen Wäsche oder Geschirr, saugen Staub, wischen über den Tisch oder ein Regal. Aber das Putzen an sich mögen wir meistens nicht so, obwohl es zu unseren regelmäßigen Pflichten gehört. Wie oft putzt ihr eure Fenster, das Auto oder den Keller? Was hat das mit den hier anvisierten Tugenden zu tun? Und dann ist es auch noch die Finale..

Ich zerbreche mir jetzt schon zum dritten Mal bei der Durchführung dieses Programms den Kopf darüber und so richtig klar ist es mir immer noch nicht und vielleicht ist genau das der Sinn: wenn etwas sauber ist, sehen wir es klarer und der Weg dahin – die Reinigung – führt uns zur Klarheit? Bedachtsamkeit und Regelmäßigkeit sind wichtige Elemente für eine selbstverständliche Sauberkeit und da sind wir schon wieder am Anfang der Achtzehnkeiten und der Kreis schließt sich hier?

Sauberkeit hat aber auch etwas damit zu tun, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Je mehr wir haben, je mehr „herumsteht“, desto mehr haben wir sauber zu halten. Wieviele „unnütze“ Dinge hast du in deiner Wohnung/ Haus herumstehen? Hältst du diese wirklich regelmäßig sauber? 

Diese Dinge zu säubern lässt uns auch innehalten. Vielleicht ist einiges mit Erinnerungen behaftet, vielleicht erfüllt es einen anderen Zweck. Aber sich mit diesen Dingen immer wieder zu beschäftigen, klärt zumindest bei mir einiges. 

Und dabei kommt bei mir immer die Frage hoch, wie ich in meinem Alltag auch dies noch ständig bewältigen soll: dies alles wirklich sauber zu halten. Die Tage sind doch auch so oft zu voll..

Und so langsam bekomme ich eine Idee davon, wo mich die Sauberkeit hinführen will: klar zu entscheiden, was wirklich wichtig für mich ist und das dann auch tagtäglich zu pflegen. 

Keine halben Sachen halt!

Eure Nicola Hein

Wohltätigkeit

Inzwischen sind es nur noch Nuancen, die die Achtzehnkeiten voneinander unterscheiden. Also stellt sich diesen Monat die Frage: was ist das Entscheidende daran, wohltätig zu sein. 

Für mich hat das natürlich nicht nur etwas mit Materiellem zu tun – es geht generell um das Geben und auch um das Annehmen. Zu beidem bereit zu sein, ist manchmal nicht so einfach wie es sich anhört. Tust du dem anderen gerne den Gefallen, um den er dich bittet? Kannst du das Kompliment wirklich annehmen und haderst nicht mehr mit dir selbst? Verzichtest du von Herzen auf etwas, was dein Gegenüber vielleicht einfach nur so möchte? Weißt du seinen Verzicht zu würdigen?

Geben und Nehmen völlig frei von Absichten, Emotionen und Schuldgefühlen: das ist die Herausforderung für den August!

Eure Nicola Hein