Der sportliche Patient

Da ich selbst aus dem Leistungssport komme, freue ich mich immer wieder über Sportlerinnen und Sportler, welche die osteopathische Behandlung begleitend nutzen. Sport und Osteopathie ergänzen sich in meinen Augen perfekt. Damit unser Körper optimal funktionieren kann, muss sich alles harmonisch bewegen. Nur so verschwenden wir keine Energie, nutzen unsere Kraft bestmöglich und überlasten keine Muskeln und Gelenke. Bewegung zu verbessern und Verletzungen vorzubeugen ist das, was sich jeder sportlich aktive Patient wünscht. Von den positiven präventiven Aspekten mal abgesehen, empfiehlt sich die Osteopathie aber auch besonders als schnelle Akuthilfe, die vor allem im Sport wünschenswert ist. Wir untersuchen und behandeln immer den gesamten Körper und finden so auch Ursachen, die bei einer symptomatischen, lokalen Therapie gern übersehen werden. So kommt z.B. der Knieschmerz von einem Beckenschiefstand oder die Halswirbelprobleme von einer Fußfehlstellung, um einige einfache Beispiele zu nennen.

Wenn die Blockaden direkt und umfassend gelöst werden, sind gerade Sportler oft nach nur einer Behandlung schon beschwerdefrei und können mit einem gezielten Training ihre Schwachstellen dauerhaft ausgleichen. Genau deswegen ist das Gespräch vor oder nach der Behandlung bei uns so wichtig. Es ermöglicht unseren Patienten, nachzuvollziehen, was wir da tun und selbst vorbeugend aktiv zu werden. Außerdem können wir als „Biomechaniker“ komplexe Bewegungsabläufe nachvollziehen und den ein oder anderen Tipp für den Sport mit auf den Weg geben. Diese Zeit, die wir uns nehmen, ist meist am Ende genau das, was den Unterschied macht. 

Viel Erfolg und Spaß bei eurem Lieblingssport!
Eure Nicola Hein

Arbeiten in den Zeiten von Corona

Da uns die Coronakrise voraussichtlich noch eine ganze Weile begleiten wird, möchte ich an dieser Stelle ein paar Dinge zu unserem neuen Praxisalltag sagen.
Bei uns werden nach wie vor medizinisch notwendige Behandlungen durchgeführt sowie Notfälle betreut. Daher ist es umso wichtiger, auf entsprechende Hygienestandards zu achten.
Wir bitten Sie, sich vor Betreten unserer Praxis die Hände zu waschen. Da unsere Patiententoilette auf der Halbetage liegt, lässt sich dies sehr gut umsetzen. Eine Händedesinfektionsmöglichkeit finden Sie dann im Wartebereich neben der Garderobe.
Um im Eingangsbereich Kontakte zu vermeiden, haben wir die Abläufe so geplant, dass zumeist nur ein Therapeut bzw. zwei zeitversetzt arbeiten. Damit es so wenig wie möglich Überschneidungen gibt, bitten wir Sie, pünktlich zu Ihrem Termin zu kommen und nicht zu früh im Wartezimmer zu sitzen. Dass in allen Bereichen ein möglichst großer Abstand eingehalten wird, versteht sich von selbst.
Wir alle tragen einen Mund-Nasen-Schutz, um Sie vor einer potentiellen Ansteckung zu schützen. Dementsprechend ist es an Ihnen, dies in der Behandlung auch zu tun.
Sollten Sie sich kurzfristig nicht fit fühlen oder Bedenken haben, sagen Sie gerne den vereinbarten Termin ab. Unser aller Sicherheit sollte immer im Vordergrund stehen.
Abschließend möchte ich noch allen ans Herz legen, etwas für Ihr Immunsystem zu tun. Dies ist es, was uns in diesen Zeiten wirklich schützen kann. Diesbezüglich empfehle ich zwei Links, die die entscheidenden Dinge für mich gut auf den Punkt bringen:
Ich hoffe, dass wir alle gesund und wohlbehalten aus dieser Krise herausgehen und dass die Solidarität, die gerade besonders zu finden ist, uns erhalten bleibt. Man könnte noch so viel zu allem sagen, aber ich beschränke mich heute auf das Wichtigste: bleibt gesund und guter Dinge!
Eure Nicola Hein

Die schwangere Patientin

Lange habe ich nichts mehr über die Osteopathie geschrieben, dabei ist es doch das, was das Herz unserer Praxis ausmacht. Immer wieder akut ist die Frage, ob und wann man in der Schwangerschaft osteopathisch behandeln sollte. Ich kann dies nur mit einem ganz großen JA beantworten und mit der Empfehlung: so früh wie möglich. Viele Schwangere werden von ihren Gynäkologen oder Hebammen zu uns geschickt und sind leider verunsichert, was wirklich gut für sie und ihr Baby ist. Aber gerade die Osteopathie ist genau hierfür geeignet, weil wir uns ganzheitlich um beide kümmern und immer die Bedürfnisse des Körpers respektiert werden.
In den ersten drei Monaten sollte man diesbezüglich schon zurückhaltend sein. Nichtsdestotrotz kann man auch hier bei akuten Beschwerden sanft helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Spätestens ab dem zweiten Drittel ist eine osteopathische Behandlung dann anzuraten, weil jetzt die „äußeren Veränderungen“ deutlich sichtbar werden. Je größer der Bauch wird, desto mehr verschiebt sich der Körperschwerpunkt nach vorne. Hier können wir ausgleichend tätig werden, was schon alleine viele Beschwerden verhindert und bei akuten Problemen rasch weiterhilft. Wirbel, Muskeln und Faszien werden natürlich ebenso mobilisiert und entspannt wie vieles andere.
Ansonsten braucht das ungeborene Kind immer mehr Platz, wobei wir ihm helfen können, indem wir z.B. Organe und das Zwerchfell behandeln. Das ermöglicht zudem, dass es die richtige Position für die Geburt findet. Leider werden z.B. Schwangere mit Beckenendlage oft viel zu spät zu uns geschickt. Auch bei Schwangeren, deren Babys sich nicht richtig ins Becken absenken wollten, konnten immer osteopathische Gründe gefunden werden. Mein Rat: frühzeitig behandeln lassen.
Und spätestens vor der Geburt ist die Osteopathie wieder gefragt: damit wie schon genannt das Baby gut liegt, das Becken sich entsprechend öffnet und das Zwerchfell die richtige Atmung ermöglicht.
All die Kleinigkeiten aufzuzählen, die wir als Osteopathen positiv beeinflussen können, würde hier definitiv zu weit führen. Aber wir erklären in unseren Behandlungen immer gerne das, was wir tun und helfen damit auch ein Stück weiter, die Ängste und Sorgen in dieser spannenden Zeit voll Veränderungen zu nehmen.
Ich selbst liebe es, Schwangere zu behandeln, weil man gleich zweien etwas Gutes tun kann und jede Schwangerschaft so verschieden und aufregend ist. Ich durfte viele meiner Patientinnen durch mehrere Schwangerschaften begleiten und freue mich heute besonders auf diese Kinder, die immer mit großen Freude zu mir zur Behandlung kommen.
Bei weiteren Fragen einfach anrufen oder schreiben – all unsere Osteopathen können durch ihre umfassende Ausbildung weiterhelfen und freuen sich auf diese Gelegenheit!
Eure Nicola Hein

Energien bewegen

Ein Meditationskurs für Körper, Geist und Seele. Durch MEDITATION kehre ich in meine Mitte ein, kann mich erden und für höher schwingende Energien öffnen.
Mit MEDITATION schaffe ich eine Verbindung zu meinen anderen Seins-Ebenen. Hier kann ich nach 
innen lauschen und Antworten finden.
INHALTE: 
Kleine Übungen der Körperwahrnehmung
und Körperarbeit steigern vor Beginn der 
Meditation unseren Energiefluss.
 In angenehmer Atmosphäre können Sie im ersten Teil eine geführte Meditation erleben, die für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet ist. 
Die geführten Meditationen stammen aus unterschiedlichen Richtungen des spirituellen Wachstums. Ihre Hauptfunktion ist, die inneren höheren Energiezentren in Verbindung mit den eigenen höheren Zielen in 
Einklang zu bringen. Eine freie Meditation in Stille schließt daran an.
In diesem Kurs nutzen wir zum Meditieren auch unterschiedliche Formen: mal mit Bewegung, mit Musik, mit der eigenen Stimme und vieles mehr.
ANMELDUNG:
 Bis einen Tag vor der Veranstaltung per E-Mail an: verandiaye@web.de, Plätze sind begrenzt
WANN: Ankommen bis 19:15 Uhr • Beginn um 19:30 Uhr, danach ist kein Einlass möglich • Ende gegen 21:00 Uhr
ENERGIEAUSGLEICH: Einzelveranstaltung 15,- Euro; bei regelmäßiger Teilnahme 8,00 Euro (5 Termine 40,- €)

NÄCHSTE TERMINE:
 Mo., 17.02.20
, Mo., 02.03.20, Mo. 16.3.20
Herzliche Grüße
Vera NDiaye

Flügel und Wurzeln

Wie immer am Ende eines Jahres habe ich mir in den letzten Wochen Gedanken gemacht, was es zu diesem Jahr zu sagen gibt und welche Wünsche ich unseren Patienten sowie allen anderen mit auf den Weg geben will. 2019 war für mich und viele andere ein sehr unruhiges Jahr, in dem so einiges hinterfragt worden ist. Desto mehr ist man auf der Suche,woran man sich halten und wohin der Weg gehen kann. Dabei bin ich über folgenden Spruch des Dalai Lamas gestolpert:

„Gib denen, die du liebst, Flügel, um wegzufliegen,
Wurzeln, um zurückzukommen
und Gründe, um zu bleiben“.

Mein erster Gedanke war: sehr schön, aber eher was für privat.. doch je mehr ich darüber nachdachte, desto passender fand ich ihn. Wir können unsere Arbeit nicht machen, wenn wir das, was wir tun nicht lieben und damit auch die Menschen, die zu uns kommen. Wertschätzung und Anteilnahme sind für mich fundamentale Bestandteile der Arbeit eines Therapeuten.
Ich möchte aber auch, dass meine Patienten nach der Behandlung ihren Weg „befreiter“ gehen: ohne Blockaden mit mehr Bewusstsein und bestenfalls mit neuen Erkenntnissen, was für sie gut ist. Ein Weg, den man auch wieder alleine gehen kann, weil er sich richtig anfühlt. Wo man seinem Körper wieder mehr vertraut und auf seine innere Stimme hören kann. Das sind für mich die Flügel. Das ist die Zeit des Wegfliegens.
Unsere Patienten sollen aber auch wissen, dass sie einen Ort gefunden haben, wo ihnen immer geholfen wird – so umfassend wie das möglich ist, immer mit den besten Absichten und dem ganzen Einsatz, den wir als Therapeuten bieten können. Dieses Vertrauen ist das, was ich hier Wurzeln nenne. Genau deshalb kommt man zurück.
Und die Gründe um zu bleiben? Für mich ist dies alles Grund genug und vielleicht mehr, als wir in dieser Zeit an anderen Stellen finden. Und letztendlich sollte der Hauptgrund immer der Mensch selber sein: auf der einen Seite der Patient und der anderen der Therapeut. Dieses Verhältnis sollte das sein, was zählt. Ich selbst habe immer das absolute Vertrauen in meine Patienten und dies bekomme ich auch von ihnen zurück.
Wenn ich an das neue Jahr denke, dann wünsche ich allen, die diese Zeilen lesen, Flügel und Wurzeln – also Zuversicht, Offenheit und Vertrauen sowie die richtigen Menschen dafür an ihrer Seite!
Eure Nicola Hein

Meditationsabend

Eine Info an alle meditierenden Menschen: ab Montag, den 11. November 2019 geht es weiter im vierzehntägigen Rhythmus mit der Meditation in der Gruppe.
Durch Meditation kehre ich in meine Mitte ein, kann mich erden und für höher schwingende Energien öffnen.
Mit Meditation schaffe ich eine Verbindung zu meinen anderen Seins-Ebenen. Hier kann ich nach innen lauschen und Antworten finden. In den Zustand der Meditation zu kommen fällt den Menschen in der Gruppe meist leichter. Wir meditieren in unterschiedlichen Formen: frei, geführt, in Bewegung, mit Musik oder den Klängen der Rahmentrommel, in Stille und vieles mehr.

Die nächsten Termine:
Mo., 11.11. 19:15 h
Mo., 25.11. 19:15 h
Mo., 09.12. 19:15 h
Ort: Osteopathie-Praxis, Thomas-Mann-Str. 58,  Bonn-Innenstadt
Ankommen: 19:15 Uhr
Beginn: 19:30 Uhr (Nach dem Beginn kein Einlass möglich.)
Ende: ca. 21:00 Uhr
Kosten: Spende
Mitbringen: Warme Socken, ggf. leichte Decke zum Überhängen, Trinkwasser

Teilnahme: Bitte per E-Mail bei verandiaye@web.de anmelden, Platzzahl ist begrenzt!

Herzliche Grüße
Vera NDiaye

Masterstudie

In unserem Blog vom 26.6.2018 ging es um die Masterstudie meiner Kollegin Lea Decker, für die einige Kinder in unserer Praxis kostenlos behandelt wurden. Für alle Interessierten hier die Ergebnisse der Masterarbeit „Der Zusammenhang von osteopathischen Dysfunktionen und der Lese-Rechtschreibstörung bei Kindern. Eine Prädiktorenstudie.“ (von Lea Decker und Florian Eschenhorn):
Im Rahmen meins Masterstudiums in Osteopathie führte ich 2018/19 eine Studie zum Thema Osteopathie und der Lese-Rechtschreibstörung (LRS) durch. Die Lese- Rechtschreibstörung ist mit einer Prävalenz von 5 % einer der häufigsten schulischen Entwicklungsstörungen, deren Ursache/n noch nicht genau herausgefunden wurde. In dieser Studie soll erforscht werden, ob es Zusammenhänge von osteopathischen Dysfunktionen und der LRS gibt. Erstmals wird in dieser Arbeit in diesem Bereich geforscht.
Es wurden insgesamt 20 Kinder im Alter von 8-13 Jahren rekrutiert und in zwei Gruppen eingeteilt (LRS Gruppe und Gruppe ohne Lernstörungen). Die Kinder wurden osteopathisch untersucht und auffällige Dysfunktionen dokumentiert. Der Untersucher war dabei nicht darüber aufgeklärt, welcher Gruppe das Kind angehört. Die Dysfunktionen wurden dann auf ihre gruppenspezifischen Unterschiede hin untersucht. Weiterhin wurden Daten zur Schwangerschaft, Geburt und Entwicklung der Kinder gesammelt, die ebenfalls gruppenspezifisch ausgewertet wurden.
Die Studienpopulation umfasste insgesamt 20 Kinder, von denen 9 die Diagnose LRS aufwiesen. Die Auswertung der Mittelwerte ergaben signifikante Differenzen der Dysfunktionen „allgemein“ und „kraniosakral“, wobei beide Male die Kinder mit LRS mehr Dysfunktionen hatten. Es konnten zudem statistische Trends (Tendenzen) für Auffälligkeiten des Sakrums und des Os Occiputs festgestellt werden. Die Dysfunktionen traten jeweils gehäuft in der Gruppe LRS auf. Sehr interessant war auch der Unterschied bei der Kategorie „Auge“: hier hatte die LRS Gruppe statistisch signifikant mehr Dysfunktionen als die Gruppe ohne LRS. Auch andere Bereiche, die in der LRS Gruppe Dysfunktionen aufwiesen, können in Zusammenhang mit der visuellen Wahrnehmung gebracht werden. 
Bei Betrachtung des Fragebogens traten die Merkmale „Allergien“, „PDA“ und „Ödeme/Blutungen“ ebenfalls gehäuft bei den Kindern mit LRS auf.
Wir haben uns sehr über das positive Feedback unserer Gutachter bzw. Dozenten gefreut und hoffen, dass das Thema noch in anderen Studien aufgegriffen wird.
Generell haben wir in der Zeit unseres Masterstudiums viel gelernt und am Ende des Studiums nochmal viel Zeit in die Masterarbeit gesteckt. Wir sind jetzt natürlich froh, dass wir uns erst einmal von der anstrengenden Zeit erholen können und den Master erfolgreich beendet haben.
Eure Lea Decker

Unser Praxisteam

Aus aktuellem Anlass möchte ich in diesem Monat auf unsere neuen Teamseiten der Website hinweisen. Wir haben nicht nur neue Fotos gemacht, sondern jeder Therapeut hat auch seine Fortbildungen aktualisiert. Wir sind ja alle Heilpraktiker und haben eine 5- bis 6-jährige Osteopathieausbildung. Aber in diesem Beruf ist es ungemein wichtig, dass man sich auch darüber hinaus weiterbildet. Das Verständnis der Osteopathie entwickelt sich ständig weiter und immer mehr Studien belegen die Wirksamkeit bzw. zeigen spannende Zusammenhänge auf.
Es würde den Rahmen der Website sprengen, wenn jeder seine verschiedenen Kurse auflisten würde. Daher haben wir die wichtigsten Themenbereiche genannt und das Ganze durch ein persönliches Statement abgerundet. Jeder aus unserem Team hat das zitiert, was für ihn die Osteopathie und seine Arbeit ausmacht.
Ich finde, es zeigt wunderbar die Bandbreite, die uns als unterschiedliche Menschen auszeichnet. An dieser Stelle möchte ich meinem Praxisteam danken für eine offene und herzliche Zusammenarbeit, die auch den Geist unserer Praxis ausmacht. Dankeschön!

Eure Nicola Hein

Barfuß

Diesmal möchte ich über mein Lieblingsthema derzeit schreiben: was wir alles für unsere Füße tun können. Meine Patienten können das leidvoll bestätigen: bei jeder Gelegenheit behandle ich ihre Füße und besonders gerne die Wadenmuskulatur, was nicht immer angenehm ist. Aber nur wenn dort alles richtig beweglich ist, können wir auch gerade und aufrecht stehen, was wiederum für den Rest unseres Körpers essentiell ist. Unsere Körpervorderseite ist ohnehin schon durch zu viel sitzen verkürzt und unser Becken bewegt sich meist nicht so, wie es sollte. Also was können wir tun?
Wir können zum Beispiel Fußgymnastik machen. Am besten in den Alltag einbauen: beim Zähneputzen, Duschen oder beim Kochen, Fernsehen oder was auch immer. Die Füße sollten nur barfuß sein, damit wir die den Großzeh und die restlichen Zehen möglichst einzeln nach oben bewegen können. Den Großen dabei zur Mitte hin wieder ganz gerade aufsetzen – keine leichte Aufgabe für manche.
Ansonsten gerne mit Faszienball oder -rolle bearbeiten. Vor allem die kleine Black Roll eignet sich für Fuß und Achillessehne. Anleitungen dazu findet man entsorechend im Netz.
Wer kann, sollten auch viel knieend auf dem Boden sitzen oder noch besser hocken. Hierbei die Fersen aufsetzen, damit das Becken gekippt wird. Übung macht den Meister.
Und was mich sonst noch vollends überzeugt hat, sind die neuen Barfußschuhe (ja, es gibt inzwischen auch recht hübsche). In ihnen haben alle Zehen genug Platz und die einzelnen Fußknochen können durch Bewegung jeden unserer Schritte abfedern. Natürlich nur nach vorherigem Fußtraining und mit etwas Übung und Bedacht tragen. Dann kann auch das ein weiterer Schritt zur Entschleunigung sein..

Ich hoffe, ich habe euch mit meiner Begeisterung etwas angesteckt und denke, der Frühling kann so weitergehen!
Eure Nicola Hein

Warum Osteopathie bei CED?

Diesen Monat recycle ich mal wieder einen Artikel, den ich vor zwei Jahren für den Blog einer meiner ersten Patientinnen geschrieben habe. Mit Josefine habe ich übrigens im letzten Jahr auch einen Yoga/Meditationsworkshop bei uns in der Praxis angeboten – Fortsetzung folgt. Sie hat leider u.a. Morbus Crohn und Zölliakie und nutzt dafür unter www.josiesglutopia.blogspot.com die Gelegenheit, uns an Ihrem Wissen mit vielen praktischen Tipps teilhaben zu lassen. Und da ich einige dieser Tipps in den letzten Wochen meinen Patienten empfohlen habe, fand ich es passend, auch hier ein paar Worte zu diesem Thema zu veröffentlichen. Viel Spaß!

Ich kenne Josefine jetzt schon 18 Jahre und damals kam sie zu mir, so wie viele heute zur Osteopathie kommen: der Nacken zwickt, der Rücken schmerzt und an den Extremitäten ist auch immer etwas zu finden. Nur kannte damals noch kaum einer die Osteopathie und meine Behandlungen starteten erst einmal damit, zu erklären, was ich da eigentlich mache. Und ich glaube, dass auch heute zu wenige die wirklichen Qualitäten der Osteopathie kennen und wir allzu oft in einen Topf mit Physiotherapie, Manueller Medizin oder Chiropraktik gestopft werden – aber natürlich ganz „sanft“ das Ganze…
Da war Josefine schon damals der Zeit voraus und auch jetzt schätze ich ihre Qualität sehr, alles zu hinterfragen und auch Neues ausprobieren. Das heißt nicht, dass man verzweifelt sein muss, um beim Osteopathen zu landen (obwohl damals der häufigste Satz im Erstgespräch mit Patienten war: „Sie sind meine letzte Hoffnung!“ ). Vielmehr sollte man seinen Körper kennen lernen wollen – und das gilt nicht nur für Kranke – und wo geht das besser als bei einer Therapie, die wirklich jede Struktur im Körper behandelt: sei es Knochen, Muskeln, Bänder oder Faszien; Organe, Membranen, Blutgefäße oder auch Lymph- oder Nervenbahnen? Wir schauen auf jede Struktur, die wir tasten können, lösen Verklebungen oder Bewegungseinschränkungen und geben dem Körper damit das zurück, was er am besten kann: seine Selbstregulation. Und ich glaube wirklich, dass unser Körper fast alles heilen kann, aber leider oft zu viele Ebenen gestört sind (wobei man da natürlich auch über den Körper hinaus schauen muss) und daher manchmal nicht genug Kraft, Energie oder wie auch immer wir es nennen zur Verfügung steht.
Aber ich schweife ab und komme besser zu Josefine und der CED zurück: hier ist der große Vorteil, dass der Osteopath auch den Darm behandelt. Nicht während der Entzündung, sondern danach, wenn die Faszien um den Darm verklebt sind und dieser damit nicht mehr beweglich ist. Wir können dies lösen und verbessern damit die Durchblutung und den Stoffwechsel. So kann unser Körper auch dort wieder richtig funktionieren – leider bei chronischen Erkrankungen oft nur bis zum nächsten Schub, aber trotzdem bin ich der Überzeugung, dass gerade bei CED die Osteopathie ein hilfreicher und notwendiger Begleiter ist. So hat der Darm wenigstens die Chance, sich immer wieder zu erholen. Und diese Erholung ist doch so wichtig für den Körper – und auch für den Geist!
Wie entscheidend das für alle Bereiche ist, beweist für mich Josefine mit diesem Blog und ich wünschte, alle meine Patienten würden sich so mutig, klug und differenziert mit sich selbst und ihrem Körper auseinander setzen.
Möge dies eine Ermutigung an alle sein, die dies lesen!

Eure Nicola Hein