Blog: Ausklang

Getreu dem Motto, in diesem Jahr praktische Tipps zu schreiben, kommt hier meine gesunde Alternative zum Glühwein: man nimmt 1Teelöffel klein geschnittenen Ingwer sowie 2 Teelöffel frisch gepressten Zitronensaft. Dazu kommt Minze und Agavendicksaft soviel man mag und das Ganze übergießt man mit heißem Wasser und lässt es einige Minuten durchziehen.
Das ist nicht nur einfach zuzubereiten, sondern auch sehr lecker.
Ansonsten wünsche ich allen eine besinnliche und geruhsame Adventszeit – ganz im Kontrast zu der Hektik, die oft da draußen herrscht – und ein frohes Weihnachtsfest im Kreis eurer Lieben.
Kommt gut ins neue Jahr und lasst es euch gut gehen!

Alles Beste
Eure Nicola Hein

 

„Eine besinnliche Weihnacht,
ein zufriedenes Nachdenken über Vergangenes,
ein wenig Glaube an das Morgen
und Hoffnung für die Zukunft
wünschen wir von ganzem Herzen.“
(Autor unbekannt)

Blog: Infos zum Baby-CheckUp

Nun wollte ich diesen Monat eigentlich ein paar praktische Tipps zum Thema Mikronährstoffe schreiben, aber aus aktuellen Anlass muss ich jetzt doch einmal ein paar Worte zu unserem CheckUp-Termin verlieren.
Wir bekommen immer wieder Anrufe oder Mails, wo nach diesem gefragt wird, als ob es ein kostenloser Behandlungstermin wäre. Das möchte ich hier noch einmal ganz klar verneinen. Wenn ein Baby akute Beschwerden hat oder eine Vorzughaltung, Schädelverformungen oder Ähnliches vorliegt, sollte der erste Gang immer zum Kinderarzt sein und dann kann dort ein Rezept für osteopathische Behandlungen ausgestellt werden. Wenn man privat- oder Beihilfe-versichert ist, kann man auch direkt zu uns kommen, wobei wir je nach Fall auch wieder an den Kinderarzt verweisen.
Der Neugeborenen-CheckUp ist für die Babys gedacht, die keinerlei Auffälligkeiten zeigen und mit denen man eben nicht zum Osteopathen gehen würde, wo wir in den Praxen aber immer wieder erleben, dass sich später Beschwerden entwickeln, deren Ursache man aber direkt nach der Geburt ganz einfach hätte beheben können.
Leider verlaufen viele Schwangerschaften und Geburten heutzutage nicht mehr „ganz rund“ – von dem Stress der Mütter in dieser Zeit durch Arbeit, Geschwisterkinder oder andere Umstände mal abgesehen. In der stressigen Anfangszeit nach der Geburt geht oft Einiges unter. Aber wenn das Baby dann später nicht richtig krabbelt, läuft, oft krank ist, nicht schlafen kann, die Sprachentwicklung nicht richtig funktioniert oder Konzentrationsschwächen in der Schule auftauchen ( um mal einige Beispiele zu nennen), wird oft nach einer schnellen osteopathischen Behandlung gefragt. Aber dann ist oft mehr als nur ein Termin nötig und das Ganze gestaltet sich komplizierter als direkt nach der Geburt.
In unserer Praxis sind alle ausgebildete Kinderosteopathen und wir schauen uns die Kleinen anders an, als es frisch gebackene Eltern können. Daher freuen wir uns über alle, die diese Gelegenheit und damit eine der größten Stärken der Osteopathie nutzen: die Prophylaxe!

Eure Nicola Hein

Blog: Kostenlose Osteopathiebehandlung für Kinder

Wir suchen für die Masterstudie meiner Mitarbeiterin Lea Decker weitere Kinder zwischen 7-13 Jahre, die noch nicht zuvor osteopathisch behandelt worden sind – mit oder ohne Lese-Rechtschreibschwäche. Näheres zu dieser Studie findet man in unserem Blog vom 26.6.18. Die Termine sind in der Regel am Wochenende bei uns in der Praxis. Bei Interesse einfach eine Mail an osteopathie.studie@web.de senden.
Das Schöne an dieser Studie ist, dass vielleicht ein „körperliches Muster“ herauskommt, wonach man Kindern mit Lese-Rechtschreibschwäche helfen kann, über einen körperlichen Ansatz ihre Probleme zu verbessern. Ähnlich sind meine Erfahrungen mit ADHS. Auch hier findet man immer wieder bestimmte körperliche Befunde, wenn Kinder mit dieser Diagnose in unsere Praxis kommen. Und es lässt sich immer eine Verbesserung erzielen und das stimmt mich auch in Hinsicht auf die Leserechtschreibschwäche positiv.
Für alle anderen Kindern, bei denen dies nicht diagnostiziert wurde, ist diese Untersuchung eine gute Gelegenheit, sich durchchecken zu lassen. Gerade im Wachstum können sich z.B. Blockaden negativ auf die Entwicklung der Wirbelsäule auswirken. Oder Kieferfehlstellungen werden entdeckt, bevor der Kieferorthopäde eingreifen muss, um hier nur zwei positive Effekte zu nennen. Mehr dazu kann man bei Interesse auf unserer Website unter der Kindersprechstunde nachlesen. Alle Osteopathen, die die Kinder bei der Studie behandeln, sind speziell in Kinderosteopathie ausgebildet – wie auch alle Therapeuten, die bei uns in der Praxis arbeiten.
Ich hoffe, dass viele diese Gelegenheit nutzen, denn Prophylaxe erspart vor allem den Kindern viel Negatives im Leben. Und je mehr das beherzigen, desto besser!

Eure Nicola Hein

Meditationskurs

Ab September ist es endlich soweit: ich wollte schon lange einen regelmäßigen Meditationskurs anbieten, nur fehlte es an Zeit und Raum, da es hierfür auch Ruhe in der Praxis bedarf. Nun hat sich eine Lücke aufgetan und wer mag, ist freitags von 9.30-10.30 Uhr herzlich eingeladen, sich mir anzuschließen.
Wir werden vorwiegend in Stille sitzend oder im Gehen meditieren, aber es wird bestimmt auch die ein oder andere aktive, geführte Meditation ausprobiert – je nach dem, was sich an Gelegenheit oder Teilnehmern so ergibt.
Das Ganze wird zum kennenlernen erst einmal kostenfrei sein; nur anmelden sollte man sich, damit ich planen kann bzw. falls doch eventuell mal etwas ausfällt.
Ich bin gespannt, was passiert und freue mich auf euch!

Eure Nicola Hein

„Bei der Meditation geht es nicht um den Versuch, irgendwo hinzugelangen. Es geht darum, dass wir uns selbst erlauben, genau dort zu sein, wo wir sind und genau so zu sein, wie wir sind und desgleichen der Welt zu erlauben, genau so zu sein, wie sie in diesem Augenblick ist.“
(Jon Kabat-Zinn)

Hormon Yoga

Ich freue mich, in diesem Monat einen Workshop in unserer Praxis ankündigen zu können – mit darauf folgenden regelmäßigen Kurs. Da ich schon selbst den positiven Effekt dieser Yogaübungen erfahren habe, kann ich eine Teilnahme nur wärmstens empfehlen. Hier der Text dazu von Madira selbst:

Hormon Yoga ist eine Kombination aus energetischem Kundalini Yoga, Hatha Yoga und tibetischen Energieübungen.
Er beeinflusst den Hormonhaushalt positiv vor, während und nach den Wechseljahren, ist hilfreich bei jungen Frauen mit Hormonstörungen und bei Frauen mit Kinderwunsch.
Er steigert als eher dynamischer Yoga Vitalität und Wohlbefinden und führt – regelmäßig geübt – schnell zu Ergebnissen.
Die Übungen wirken positiv auf das weibliche Drüsen- und Hormonsystem und regen auf natürliche Weise die Hormonproduktion in den Hormondrüsen an. Er reinigt das feinstoffliche Energie- und Pranasystem des Körpers durch seine spezielle Atemtechnik und gezielte mentale Lenkung der Prana-Energie.

Termine und Preise:
Hormonyoga-Workshop am Samstag, den 18.08.2018 von 10 bis 12 Uhr
(Bitte generell eigene Yogamatte mitbringen!)
20 EUR

Fortlaufender Abendkurs beginnend am
06.09.2018 von 18.30 bis 20 Uhr
Probestunde 11 EUR
10-er Karte 135 EUR (ohne Laufzeitbeschränkung)

Anmeldung bei:
Madira Sabine Shivraj Kaur Burch
info@yogamitmadira.de
Tel. 0177-4006739

Klinische Osteopathiestudie zum Thema Lese- Rechtschreibschwäche

Im Rahmen meines Masterstudiums werden mein Kommilitone und ich eine Studie durchführen, bei der Kinder mit Lese- Rechtschreibschwäche (LRS) und Kinder ohne Lernauffälligkeiten osteopathisch untersucht werden.  Das Ziel ist herauszufinden, ob Kinder mit LRS gegenüber anderen Kindern ohne Lernauffälligkeiten ein bestimmtes Muster an Dysfunktionen aufweisen. Dadurch könnten Zusammenhänge zwischen bestimmten Blockaden und der LRS gefunden und somit ein Beitrag zur osteopathischen und LRS Forschung geleistet werden.

Bedeutung der geplanten Studie und kurze Definition der LRS:
Die LRS ist mit einem Vorkommen von 5 % einer der häufigsten schulischen Entwicklungsstörungen, die neben der schulischen auch die emotionale und psychische Entwicklung der Kinder beeinflusst.
Ein wichtiger Aspekt der LRS stellt die Verständigung und Wissensvermittlung dar. Die heutigen Kommunikationsprozesse finden vermehrt über das Lesen und Schreiben vor allem in digitaler Form statt, so dass es immer wichtiger wird sich über diesen Weg zu verständigen und Informationen zu tauschen. Kinder mit LRS sind hier benachteiligt, weil vor allem Probleme bezüglich der Lesegeschwindigkeit, aber auch in der Rechtschreibung bestehen.

Der Ablauf der Studie:
Zunächst folgt ein kurzes Anamnesegespräch, indem einige Informationen über das Kind abgefragt werden. Anschließend folgt eine ca. 20 min dauernde Ganzkörperuntersuchung durch einen anderen Therapeuten. Dieser darf nicht wissen ob das Kind unter einer LRS leidet oder nicht. Somit wird sichergestellt, dass der Therapeut unvoreingenommen in die Untersuchung geht und somit keine Verfälschung der Ergebnisse entstehen kann. Abschließend folgt eine Besprechung der Befunde und auf Wunsch eine osteopathische Behandlung dieser gefundenen Auffälligkeiten.

Durch den Vergleich der beiden Gruppen können alle Kinder bei der Studie mitmachen, wenn folgende Teilnahmebedingungen erfüllt werden:

Allgemeine Teilnahmebedingungen:

  • Alter zwischen 7 und 13 Jahren
  • das 1. Schuljahr muss beendet sein
  • das Kind wurde noch nicht osteopathisch behandelt
  • es bestehen keine schweren psychischen oder physischen Beeinträchtigungen
  • es bestehen keine akuten oder chronischen Erkrankungen
  • es besteht keine Intelligenzminderung


Spezifische Teilnahmebedingungen:
LRS Gruppe: 
die Kinder haben eine diagnostizierte Lese-Rechtschreibschwäche
Kontrollgruppe: die Kinder weisen keine Indikationen für Lernschwächen auf

Sie haben Interesse und/oder möchten mehr über die Studie erfahren?

Dann melden Sie sich gerne bei uns in der Praxis oder unter folgender E-Mail Adresse: osteopathie.studie@web.de

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung,
Lea Decker und Florian Eschenhorn

Baby-CheckUp

Nach einem Jahr CheckUp möchte ich gerne ein kurzes Resümee ziehen: ich freue mich sehr, dass unser Angebot so zahlreich genutzt wird. Die Idee, ehrenamtlich Säuglinge nach der Geburt zu untersuchen, war ja spontan im Zusammenhang mit unserem Flüchtlingsprojekt entstanden (welches übrigens derzeit stockt, weil sich diesbezüglich Kontakte zu knüpfen schwieriger herausgestellt hat, als wir dachten). Und außer über unseren Flyer, der hin und wieder heraus gegeben wird, haben wir keinerlei Werbung dafür gemacht, da wir ja erst einmal schauen wollten, wie dieses Angebot ankommt und wir es auch abdecken können. Desto positiver ist es, dass wir regelmäßig Anfragen haben und es uns einmal im Monat möglich ist, samstags ganz in Ruhe ohne den üblichen Praxistrubel die Kleinen ausgiebig zu untersuchen und den Eltern beratend zur Seite zu stehen – vor allem auch durch die tatkräftige Unterstützung meiner Kollegin Leila Stöhr, der ich hier besonders danken möchte. Es ist auch schön zu sehen, dass es viele Babys gibt, die die Geburt und alles, was davor war,„heil“ überstehen und unsere Untersuchung geradezu genießen. Hier ist es dann mehr die Aufgabe, den Eltern den ein oder anderen Tipp mit nach Hause zu geben. Bei den anderen Fällen hilft oft schon die eine Behandlung.
Ich wünsche mir in Zukunft weiter so einen regen Zulauf, weiter so viele nette und offene Gespräche mit den Eltern, immer mehr entspannte Kinder und dass sich an dem Gesundheitsbewußtsein aller mehr ändert, damit viele Beschwerden der Kleinen im Vorfeld vermieden werden können.

Einen guten Start in den Mai und alles Beste
Eure Nicola Hein

Richtig sitzen – geht das überhaupt?

Diesen Monat „recycle“ ich aus Zeitgründen einen Artikel, den ich letztes Jahr für die Internetseite einer Patientin geschrieben hatte, der aber auch hier interessant sein sollte. Viel Freude damit:
Als Frau Klein mich bat, etwas für Ihren Blog über das richtige Sitzen zu schreiben, war ich ganz begeistert, weil dies eines meiner Lieblingsthemen ist, über das ich mit meinen im sitzen arbeitenden Patienten immer rede. Wir Osteopathen behandeln manuell alles im Körper, was sich nicht richtig bewegt, aber was nützt es, die Mechanik des Körpers zu verbessern, wenn diese durch schlechte Angewohnheiten im Alltag wieder beeinträchtigt wird.
Für mich gehört zu einer Behandlung auch die Eigenverantwortung des Patienten dazu und so betrachten wir dann auch seinen Arbeitsplatz.
Niemand sitzt wirklich symmetrisch. Allein deshalb, weil wir Rechts- oder Linkshänder sind. Es fängt damit an, dass wir oft ein Bein über das andere schlagen – meist passend zu unserer Beckenschiefstellung. Meist wird nur empfohlen, dies zu unterlassen, aber ich finde, dann das Bein zu wechseln ist ein viel besseres Gegentraining. Also: wenn Sie das nächste Mal das rechte Bein über das Linke legen und das merken, nehmen Sie dann das Linke nach oben – oder halt umgekehrt.
Fühlt sich erst komisch an und nicht sehr bequem, aber dabei geht es bei einem Training ja auch nicht.
Ansonsten ist es aus meiner Sicht wichtig, dass die Füße wirklich gerade und entspannt auf dem Boden stehen. Nicht auf dem Vorfuß und auch nicht auf den Rollen des Stuhls. So arbeiten Sie wenigstens etwas der Verkürzung der Beinmuskulatur entgegen, wobei tägliches aktives Dehnen bestimmt noch effektiver wäre. Und der Fuß gewöhnt sich hier keine Fehlhaltung an, was er Ihnen später einmal danken wird.
Ein ordentlicher Stuhl ist natürlich sowieso Pflicht, aber da beraten Sie die Menschen, die diese verkaufen, garantiert besser und Sie sollten selbst herausfinden, welches der für Sie richtige Stuhl ist.
Von mir gibt es da nur noch einen letzten Tipp, der mehr Ihren Arbeitstisch betrifft (der natürlich auch in der Höhe passend sein und optimaler Weise auch als Hochtisch nutzbar sein sollte..). Stellen Sie Ihren Computerbildschirm möglichst gerade vor sich, dass Sie nicht immer zu einer Seite auf diesen schauen müssen. Wenn Sie Unterlagen haben, die Sie abtippen oder beim Tippen lesen müssen, legen Sie diese im Wechsel links oder rechts neben Ihre Tastatur. Es gibt eine Verschaltung der Augenbewegung mit der Nackenmuskulatur, so dass, selbst wenn Sie den Kopf gerade halten, die eine Seite der Muskulatur verspannt und damit Beschwerden vorprogrammiert sind. Auch hier ist der Schlüssel wieder die Symmetrie. Sie können dies auch auf alle anderen Verhaltensweisen an Ihrem Arbeitsplatz übertragen.
Manchmal reicht es auch einfach bewusst wahrzunehmen: was mache ich da gerade?
Und damit komme ich zu der abschließenden Frage: kann ich überhaupt richtig sitzen?

Sicher ist Sitzen keine „gesunde“ Körperhaltung, aber wenn ich es mit Verstand, Achtsamkeit und dem richtigen Maß mache, geht das schon!

Eure Nicola Hein

Premiere

Der Begriff der „Premiere“ schwirrt wohl Nicola und mir gleichermaßen durch den Kopf, wenn wir an den 20.1.2018 denken. Und dabei geht es nicht um den roten Teppich, Blitzlichtgewitter und nach außen getragenen Jubel, sondern vielmehr um Yogamatten, Stille und unseren Blick nach innen. Kurzum: es geht um unseren ersten Workshop zum Thema „Yin Yoga und Meditation“, der vierstündig in kleiner Gruppe in Nicolas Praxisräumen stattgefunden hat. Doch was heißt „Yin Yoga und Meditation“ eigentlich?

Yin Yoga ist eine passive, aber dennoch intensive Praxis, in der Übungen ohne bzw. mit wenig muskulärer Anspannung gehalten werden. Dabei wird der Fluss in den Energiebahnen (Meridianen) aktiviert, ausgleichende und stärkende Ruhe macht sich breit.

Wir starteten also mit einer kurzen ersten Meditation, gefolgt von einer beruhigenden Atemübung (Pranayama) und einer Folge an Yin Yoga-Haltungen, die je vier Minuten gehalten wurden und so schöne Namen trugen wie „Schmetterling“, „Libelle“ oder „Frosch“. Dabei geht es beim Yin Yoga nicht um „die“ richtige und korrekte Haltung, sondern darum, eine Position zu finden, in die man sich sinken lassen und in der man eben einige Minuten, möglicherweise mit einem angenehmen (!) Dehnungsreiz, verweilen kann. Dabei helfen die Haltungen Verklebungen und Verkürzungen in den faszialen Strukturen zu lösen und das Gewebe geschmeidiger zu machen. Darüber hinaus wird der Parasympathikus (ein Teil des vegetativen Nervensystems) durch die ruhigen Haltungen aktiviert, Ruhe und Entspannung stellen sich ein. Genau die richtige Vorbereitung auf die dann nach einer Pause folgende 90-minütige Meditation.

Wer jetzt jedoch einen Schreck bekommt, der sei beruhigt: drei 20-minütige Sitzeinheiten (bequem und auf einer Unterlage nach Wahl) wechselten sich mit drei 10-minütigen Geheinheiten ab. Dabei war die einzige „Aufgabe“ zu beobachten, was mit den eigenen Gedanken passierte und „zu sehen, wie die Dinge wirklich sind“, ganz in der Tradition des Vipassana (buddhistische Meditation). Während sicherlich viele aus der Sitzmeditation das Problem kennen, dass sich der Geist (auch gerne „Affengeist“ genannt) nicht so einfach beruhigen lässt, stellte die Gehmeditation uns vor andere Herausforderungen: was heißt eigentlich langsam gehen? Und wie langsam ist langsam? Und welche, auch körperlichen, Empfindungen nehme ich wahr?

Nach einer weiteren Pause ging es dann in die zweite Yin Yoga Praxis mit abschließendem Savasana (dem yogischen Totenschlaf). Sehr ruhig und konzentriert, gleichzeitig aber auch froh über die körperlichen Bewegungen nach der Meditation, gingen die TeilnehmerInnen ans Werk; um abschließend festzustellen, dass die vier Stunden im Flug vergangen waren, man für Yin Yoga vorher noch kein Yoga gemacht haben musste und letztendlich dann doch auch die Tagesform darüber entscheidet, ob sich das Äffchen im Geiste von Ast zu Ast hangelt oder es vielleicht doch mal einen eher ruhigen Tag hat und uns bei unserer Innenschau in Frieden lässt.

Egal ob mit oder ohne Äffchen, wir gingen alle ruhig und zufrieden abends nach Hause. Und Nicola und ich freuen uns schon auf unseren nächsten Workshop!

Eure Josefine Wagner, josiesglutopia.blogspot.de

Ein frohes Neues!

Ich wünsche allen von Herzen ein friedliches, gesundes und mitreißendes Neues Jahr. In diesen Zeiten ist es einerseits wichtig, bei sich zu bleiben, sich etwas Gutes zu tun und sich selbst bewusst zu werden. Andererseits ist es aber auch nach meiner Meinung genau der richtige Zeitpunkt, sich inspirieren zu lassen: wo geht die Reise in diesem Jahr hin?

Die meisten Menschen schätzen ja Ihren Alltagstrott und sind doch mehr oder weniger zufrieden mit dem, was sie haben. Daher gibt es zum Neujahr zwar immer wieder gute Vorsätze, aber so richtig ändern will man eigentlich nichts. Muss man ja auch nicht. Man kann sich auch nur bewusst werden, was wirklich funktioniert und vielleicht reicht ein wenig mehr Achtsamkeit auf diese Dinge. Auch wenn Achtsamkeit inzwischen ein fast schon abgegriffener Begriff ist, so ist es doch der Schlüssel zu mehr Zufriedenheit und das ist es doch, was alle wollen? Gelassenheit gibt es noch gratis dazu. 

Daher mein Praxistipp fürs 2018: fangt an zu meditieren. Probiert verschiedene Meditation aus – das Internet ist voll davon. Oder setzt euch einfach jeden Tag 10 Minuten hin. Ihr müsst nichts tun; nur beobachten, was für Gedanken kommen und diese wieder ziehen lassen, bis dann vielleicht nichts mehr kommt..

Anfangs wird es euch nicht spektakulär vorkommen, aber wenn ihr dran bleibt, werdet ihr merken, wie sich etwas verändert. Und ich bin sicher, es wird euch gefallen!

„Und plötzlich weißt du: es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“
(Meister Eckhardt)

Eure Nicola Hein